Die Corona-Pandemie bescherte der Gemeinde Heek im ersten Halbjahr 2021 bereits etliche Extrakosten. © Leonie Sauerland
Coronavirus

Wegen Corona: Zehntausende Euro Extrakosten für die Gemeinde Heek

Die Corona-Lage entspannt sich mit Blick auf die Zahlen merklich. Das sah zu Beginn des Jahres noch anders aus. Und genau das hat die Gemeinde bisher Zehntausende Euro extra gekostet.

Die Entwicklung ist erfreulich. Die Infektionszahlen im Kreis Borken fallen immer weiter. Die Inzidenz sinkt ebenfalls seit Wochen. Heek ist sogar seit etlichen Tagen coronafrei (Stand 2. Juli). Dennoch hat die Pandemie die Gemeinde im ersten Halbjahr dieses Jahres bereits Zehntausende Euro gekostet.

Denn so erfreulich wie jetzt war die Infektionslage Anfang des Jahres nicht. Bundesnotbremse, hoher Reinigungs- und Desinfektionsaufwand, politische Sitzungen nur unter hohen Sicherheitsvorkehrungen sowie jede Menge Kontrollen durch das Ordnungsamt prägten die Lage in Heek.

Kämmerer präsentiert Zahlen

Und alle diese Dinge verursachten Kosten. Kosten, die so im Vorfeld nicht eingeplant waren. Von „coronabedingten Mehraufwendungen“ sprach Kämmerer Heinz-Gerd Lenfers während der jüngsten Ratssitzung. Auf 60.000 Euro bezifferte er diese Mehrkosten im ersten Halbjahr 2021.

Dabei setzen sich diese aus den Posten „Personal/Kontrollen“ (10.000 Euro), „Reinigungsaufwand“ (37.000 Euro), „OGS“ (5000 Euro) und „Lüfter für die Schulen“ (8000 Euro) zusammen.

Während die Aspekte OGS – Beitragserstattung – und Lüfter für Schulen noch einleuchtend sind, bedarf es bei den anderen noch einer Erklärung. Nachfrage bei Bürgermeister Franz-Josef Weilinghoff.

Reinigungsaufwand hochgefahren

„Wir haben den Reinigungsaufwand deutlich hochgefahren“, erklärt dieser. Alle Gebäude, die öffentlich zugänglich sind, wurden und werden aufwendig gereinigt. Dazu zählen auch der Eppingsche Hof und die Schulen. Alleine die Sanitärbereiche seien mehrmals täglich an der Reihe. Das mache sich nun in den Mehrkosten bemerkbar.

Und bei dem Punkt Kontrollen? „Wir haben dafür zusätzliches Personal eingesetzt“, so der Bürgermeister. Dabei sei es aber nicht nur darum gegangen, das Einhalten der Maskenpflicht zu überprüfen. „Unsere Mitarbeiter haben auch Fragen beantwortet und in den Geschäften gefragt, ob alle Regeln klar sind oder Hilfe benötigt wird.“

Ordnungsamt zeigt Präsenz

Kommunikation und Hilfe seien da die Zauberworte – nicht einfach nur das Sanktionieren. Und mit Blick auf die bekannten, größeren Verstöße, etwa verbotene Ansammlungen oder Feiern, ist Heek mit einem blauen Auge davongekommen. Die Disziplin der Heekerinnen und Heeker lobte auch der Bürgermeister in der Vergangenheit mehrfach.

Regelmäßige Kontrollen gab es in diesem Jahr dennoch. Das Ordnungsamt war oft auf den Straßen unterwegs. „Ich wollte auch, dass man die Mitarbeiter sieht“, so Weilinghoff. Präsenz zeigen mit entsprechender Kleidung, darum ging es.

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