Der Weihnachtsmarkt 2021 in Heek (hier ein Bild aus 2018) steht wegen Corona auf wackeligen Beinen. © Stefan Hubbeling
Weihnachtsmarkt

Wegen Corona: Heek droht erneut ein Jahr ohne Weihnachtsmarkt

Knapp zwei Jahre gehört Corona schon zum Alltag. Das Infektionsgeschehen ist nach wie vor dynamisch. Genau das könnte dem Heeker Weihnachtsmarkt zum zweiten Mal in Folge zum Verhängnis werden.

In Köln, Dortmund oder Essen soll es dieses Jahr (wieder) Glühwein, Mandeln und eine heimelige, vorweihnachtliche Atmosphäre geben. Obwohl Corona noch immer allgegenwärtig ist, werden die Weihnachtsmärkte stattfinden. In Heek sind die Aussichten hingegen weniger rosig. Aus gleich mehreren Gründen.

Noch sind es einige Woche, bis der 1. Advent ansteht. Jenes Datum mit Vorabend, an dem seit 2018 der Heeker Weihnachtsmarkt im Pastors Busch stattfindet. Dabei verwandelt sich das kleine Wäldchen durch die Hütten, Lichter und Stehtische in eine kleine Weihnachtsoase. Normalerweise.

Ausrichtung steht auf wackeligen Beinen

Denn nachdem der Weihnachtsmarkt bereits vergangenes Jahr der Pandemie zum Opfer fiel, steht nun auch die Ausrichtung 2021 auf wackeligen Beinen. Während in anderen Kommunen längst klar ist, dass die Märkte unter Auflagen stattfinden werden, zögert man in der Dinkelgemeinde noch.

„In Heek ist noch nicht entschieden, ob der Weihnachtsmarkt unter Auflagen stattfinden wird“, stellt Ordnungsamtleiterin Doris Reufer auf Anfrage der Redaktion klar. Auch Susanne Tombrink, Vorsitzende des Gewerbevereins Heek-Nienborg, versprüht wenig Optimismus: „Es sieht so aus, als finde der Weihnachtsmarkt nicht statt.“

Schaut man sich die aktuellen Infektionszahlen (Stand 15.09) für Heek an, wird deutlich, dass die Lage „stabil“ ist. Sieben aktuelle Infektionsfälle sind im kreisweiten Vergleich – auch prozentual – alles, aber kein Spitzenwert. Allerdings sieht die Lage im nur wenigen Kilometer entfernten Gronau schon wieder anders aus.

Platz im Pastors Busch ist beengt

Grundsätzliches Problem in Heek ist, dass der auserkorene Platz für den Weihnachtsmarkt nicht überdimensioniert ist. Der Platz im kleinen Wäldchen ist beengt. Erst recht, wenn die Buden aufgebaut sind. Abgesehen vom Thema Abstand gibt es auch noch das Problem mit den möglichen Auflagen.

Ohne Sicherheitskonzept wird sicher nichts gehen. Das zeigen auch die Beispiele aus anderen Kommunen. 2G oder 3G, eine Einzäunung und Einlasskontrollen mit begrenzter Personenanzahl sind da einige der Optionen. Stichwort Hygienekonzept. Das letzte Wort dabei hat natürlich das Ordnungsamt.

Der Platz im Pastors Busch ist beengt. In Zeiten von Corona nicht ideal.
Der Platz im Pastors Busch ist beengt. In Zeiten von Corona nicht ideal. © Gemeinde Heek © Gemeinde Heek

Davon ab: Ob diese Maßnahmen überhaupt umsetzbar wären, steht noch mal auf einem anderen Blatt. „Es wäre schon ein enormer Aufwand für die Vereine, alleine die Kontrollen“, macht Susanne Tombrink deutlich.

Wer würde die Verantwortung tragen?

Käme dann eventuell auch noch ein größerer Abstand zwischen den Büdchen dazu, würde sich die Angelegenheit kaum noch lohnen. Denn das würde bedeuten, dass einige Stände gar nicht aufgebaut werden könnten. „Bei drei bis vier Hütten würde das dann einfach keinen Sinn machen“, so Tombrink.

Und da wäre ja auch noch die Sache mit der Verantwortung. Zwar stellt der Gewerbeverein die Hütten zur Verfügung, aber: „Wir als Schirmherr können ja unmöglich die Verantwortung tragen“, macht die Vorsitzende des Gewerbevereins deutlich. Aber wer dann? Die Vereine? Die Gemeinde? Derzeit unklar.

Die Stände auf dem Heeker Weihnachtsmarkt ziehen viele Besucher an. Ob das auch dieses Jahr so sein wird, ist noch offen.
Die Stände auf dem Heeker Weihnachtsmarkt ziehen viele Besucher an. Ob das auch dieses Jahr so sein wird, ist noch offen. © Stefan Hubbeling © Stefan Hubbeling

Aber so wenig rosig die Aussichten für dieses Jahr auch sind, eine offizielle Absage ist eben auch noch nicht beschlossen. Laut Tombrink wollen sich jetzt die Vereine um die Sache kümmern.

Das dürfte auch viele Gespräche mit dem Ordnungsamt beinhalten. Denn klar ist auch, dass die Gesundheit aller im Vordergrund steht. „Für die Planung ist die momentane Situation natürlich nicht förderlich. Aber wir müssen eben einfach abwarten, was jetzt kommt“, so Susanne Tombrink.

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