Wegen Corona: Bürgerschützen können ihr großes Jubiläum nicht feiern

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500 Jahre werden die Allgemeinen Bürgerschützen dieses Jahr alt. Das sollte groß gefeiert werden. Doch die Corona-Pandemie macht einen Strich durch die Rechnung. Wie sieht also der Plan B aus?

Heek

, 03.05.2020, 17:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Stück für Stück hatte es sich abgezeichnet, jetzt ist es seit einigen Tagen für die Allgemeinen Bürgerschützen Nienborg traurige Gewissheit: Das große Jubiläumsfest zum 500. Geburtstag fällt der Corona-Pandemie zum Opfer. Eine Entscheidung, die noch vor wenigen Wochen undenkbar gewesen wäre.

Doch die rasante Entwicklung und Verbreitung des Virus ließen den Verantwortlichen letztlich keinen Spielraum. Wie schon etliche Vereine zuvor mussten die Bürgerschützen die Reißleine ziehen. „Schweren Herzens haben wir darum das Jubiläumfest abgesagt“, sagt ein enttäuschter Präsident Markus Callenbeck.

Viele Stunden Vorarbeit erst mal umsonst geleistet?

Großveranstaltungen sind laut Verordnung nach wie vor bis zum 31. August untersagt. Die Feierlichkeiten in Nienborg waren für das erste Wochenende im August geplant. Damit hat sich die Sache erledigt. Bitter, keine Frage, hatte der Festausschuss doch schon unzählige Stunden in die Vorbereitung der großen Sause gesteckt.

Die Ausschau nach dem Adler ist in diesem Jahr nicht gefragt in Nienborg. Das große Fest wird wegen der Corona-Krise auf 2021 verschoben.

Die Ausschau nach dem Adler ist in diesem Jahr nicht gefragt in Nienborg. Das große Fest wird wegen der Corona-Krise auf 2021 verschoben. © Privat

Auch mit der Umgestaltung des Festplatzes inklusive Jubiläumsbogen in der Niestadt hätte alles bestens gepasst. Die Arbeiten dort schreiten zügig voran. Darum bestand bis zum Schluss bei den Bürgerschützen die Hoffnung, dass sich die Coronakrise normalisiert und das Jubiläumfest gefeiert werden könnte.

Der Verein ist sich seiner Verantwortung bewusst

Doch ungeachtet der Trauer über die Absage, der Verein ist sich seiner Verantwortung bewusst. In einem Statement heißt es: „Auch wenn Großveranstaltungen aktuell nicht näher definiert sind, wäre es unverantwortlich, ein Fest in diesem Umfang durchzuführen. Der Verein sieht sich dazu verpflichtet, das Möglichste beizutragen, um die weitere Verbreitung des Virus zu stoppen.“

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„Auch alle übrigen Veranstaltungen des Vereins rund um das Jubiläumsfest müssen ausfallen“, stellt Markus Callenbeck klar. Dazu gehörten auch die geplante Frühjahrs-Generalversammlung und der geplante Fototermin für die Festschrift.

2018 hatten die Bürgerschützen noch jede Menge Freude – auf das Jubiläumsfest müssen sie in diesem Jahr allerdings verzichten.

2018 hatten die Bürgerschützen noch jede Menge Freude – auf das Jubiläumsfest müssen sie in diesem Jahr allerdings verzichten. © Privat

Auch müssen das für den 20. Juni geplante Röschenmachen sowie die für nach dem Fest geplante Sponsorenparty und die Fahrt der Vorstandsmitglieder und Offiziere ausfallen. „Diese Events werden wir nachholen, wenn wir uns offiziell wieder versammeln und treffen dürfen“, sagt Callenbeck.

Das Fest wird auf 2021 verschoben

Die bisher geleistete Planungsarbeit sieht er derweil keineswegs als umsonst an, sondern als bereits geleistete Vorarbeit. „Wir hoffen, dass es im nächsten Jahr möglich ist, dass Jung und Alt unbeschwert zusammen feiern können. Dann feiern wir eben 500 (+1).“ Und: Sogar der Termin steht schon fest. Vom 31. Juli bis 3. August 2021 soll die große Sause steigen. „Mit gleichem Festablauf“, wie Martin Mensing, verantwortlich für die Öffentlichkeitsarbeit, sagt.

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Der Vorstand und die Arbeitsgruppen werden in den nächsten Wochen die erforderlichen Absprachen treffen. Die Arbeit in den einzelnen Arbeitsgruppen geht so oder so unvermindert weiter. Heißt: Der Torbogen auf dem Festplatz soll in jedem Fall errichtet werden. Daran sind die Bürgerschützen maßgeblich beteiligt. Die Jubiläums-Festschrift soll 2021 fertiggestellt werden.

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