Sarah Vortkamp (l.) und Elisabeth Voss bleiben in Bereitschaft in Sachen „Corona-Hilfe“. © Bernd Schäfer (A)
Coronavirus

Unkomplizierte Nachbarschaftshilfe in Heek – bleibt es dabei?

Vielen hat die private Einkaufshilfe durch die schwierige Corona-Zeit geholfen. Wegen niedriger Infektionszahlen besteht keine Nachfrage mehr. Nachfrage bei den Initiatoren: Geht es weiter?

Für die „Schnittstelle für Einkaufshilfe“ gibt es derzeit nichts zu tun. „Schon seit einigen Wochen habe ich keine Anfragen“, sagt Elisabeth Voss. Grund sind die niedrigen Infektionszahlen in Heek. Zusammen mit Sarah Vortkamp hatte sie die „Schnittstelle für Einkaufshilfe“ im vergangenen Jahr ins Leben gerufen, als die Corona-Pandemie so richtig an Fahrt aufgenommen hatte. Angeschlossen an die Schnittstelle ist die örtliche Facebookgruppe „Corona-Hilfe in der Gemeinde Heek“.

Am Anfang der Krise gingen die ehrenamtlichen Helfer in erster Linie für die gefährdete Gruppe der Senioren einkaufen, damit diese sich dem Ansteckungsrisiko in den Supermärkten nicht aussetzen mussten. Als die Infektionszahlen Anfang des Jahres dann erneut in die Höhe schossen, kümmerten sich die Mitglieder vor allem um die Einkäufe von Infizierten beziehungsweise Personen und Familien, die wegen einer Quarantäne das Haus nicht verlassen konnten.

Ansteckungsrisiko ausschließen

Um ein Ansteckungsrisiko auszuschließen, habe die Initiative das Geld für die Einkäufe vorgestreckt. „Wir haben die Waren vor der Haustür abgestellt. Bezahlt wurde erst später per Überweisung. So ging das alles völlig kontaktlos. Das hat sehr gut funktioniert. Wir haben alle Geldbeträge wiederbekommen“, erklärt Elisabeth Voss.

„Ich war sehr beeindruckt von der Bereitschaft, Hilfe zu geben und Hilfe anzunehmen. Das war ein sehr verantwortungsvoller Umgang mit der Corona-Pandemie“, sagt Elisabeth Voss im Rückblick. Doch auch wenn sich zurzeit alles positiv entwickele und niemand die Hilfe in Anspruch nehmen müsse, so bedeutet das dennoch nicht das Ende der unkomplizierten Nachbarschaftshilfe in Heek.

Weiterhin täglich erreichbar

Die „Schnittstelle für Einkaufshilfe“ soll auch zukünftig weiter bestehen. Man wisse ja nicht, wie sich die Lage entwickele und welche Virus-Varianten die Pandemie noch hervorbringe. „Wir stehen weiter in Bereitschaft, wenn wir gebraucht werden. Was man einmal aufgelöst hat, kann man nicht schnell zurückholen.“

Die Corona-Einkaufshilfe ist weiterhin täglich erreichbar. Elisabeth Voss ist die Ansprechpartnerin für Hilfesuchende. Sie nimmt unter (02568) 2133 oder (0151) 15290129 von 10 bis 15 Uhr Anfragen entgegen und leitet sie an die ehrenamtlichen Helfer weiter.

Über den Autor
Freier Mitarbeiter

Der neue Lokalsport-Newsletter für Dorsten

Immer freitags um 18:30 Uhr das Wichtigste aus dem Dorstener Lokalsport direkt in Ihr E-Mail-Postfach.

Informationen zur Datenverarbeitung im Rahmen des Newsletters finden Sie hier.