Blutspenden sind trotz Corona-Pandemie sehr wichtig. Etwas, dass die Heeker 2020 beherzigt haben. © picture alliance/dpa
Cornavirus

Trotz Corona: Über 1000 Heeker gingen 2020 zur Blutspende

Corona und Blutspenden – kann das funktionieren? Oder schreckt das Virus die Menschen ab? Die Heeker haben diese Frage 2020 eindeutig beantwortet. Doch nicht alles lief komplett reibungslos.

Corona ist nach wie vor das bestimmende Thema. Stück für Stück legte das Virus das (öffentliche) Leben lahm. Doch auch in diesen schwierigen Zeiten sind Blutspenden unerlässlich. Denn Blutpräparate werden trotz Corona zur Versorgung der Patienten in akuten Notsituationen und chronisch Kranker benötigt.

Darum gab es trotz Pandemie auch in der Dinkelgemeinde 2020 insgesamt 16 Blutspendentermine. Zwölf im Ortsteil Heek und vier in Nienborg. Und obwohl die Durchführung wegen des Virus für alle Beteiligten – DRK-Blutspendedienst West, DRK-Ortsverein und Spender – mit einem nicht unerheblichen Mehraufwand verbunden war: Das Blutspendenergebnis 2020 war besser als 2019.

Große Spendenbereitschaft trotz Corona

„Die Spendenbereitschaft war trotz Corona sehr groß, das war wirklich toll und bemerkenswert“, bilanziert Ralf Rohling, Vorsitzender des DRK-Ortsvereins auf Anfrage. Insgesamt kamen 1192 Spender (2019: 1190) zu den 16 Terminen. Die Pandemie war also kein Bremsklotz. Doch einen Rückgang gab es dennoch.

Und zwar mit Blick auf die Anzahl der Spender aus Nienborg. Waren es 2019 noch 369, fiel die Zahl 2020 auf 305. Dass es in der Gesamtsumme 2020 dennoch mehr Spender als 2019 waren, lag an den Spendern aus dem Ortsteil Heek. Dort kamen vergangenes Jahr 887 Spender (2019: 821). Ein Plus von 66 Spendern.

In beiden Ortsteilen gab es Erstspender

Erfreulich für den Ortsverein war auch die Tatsache, dass es in beiden Ortsteilen 2020 etliche Erstspender gab – 30 in Heek und 7 in Nienborg. Und noch etwas freut Ralf Rohling: „Was man wirklich hervorheben muss, ist, dass sich alle Spender super diszipliniert verhalten haben und geduldig mit uns waren, wenn mal nicht alles direkt glatt lief.“

Nicht nur, dass wegen der Pandemie die Eingangsuntersuchungen mit Fiebermessen und strengen Hygienevorschriften den Ablauf als solches etwas verlangsamten. Nein, es kam auch einmal vor, dass der Blutspendedienst aus Münster die Spende beendete, ehe alle Spender an der Reihe waren. Etwas, das im Nachgang für einigen Unmut sorgte.

Unstimmigkeiten wurden direkt geklärt

„Das haben wir direkt geklärt. Das wird es nicht mehr geben. Jeder der spenden möchte, kann dieses auch tun“, versichert Ralf Rohling. Eine derartige Situation sei dementsprechend auch nicht mehr aufgetreten. Und die Heeker waren nicht nachtragend, wie die Besuchszahlen der nachfolgenden Blutspenden belegten.

Eine große Hürde, die der Ortsverein nehmen musste, war, genügend Helfer für die Blutspendentermine zu finden. Denn vom eigentlichen Blutspendeteam gehören alle Helfer altersbedingt zur Corona-Risikogruppe. Dementsprechend waren sie nicht im Einsatz. Die Aufgabe übernahm die Rotkreuzgemeinschaft im Kollektiv.

Erfreulich: Nach einem Aufruf fanden sich 2020 sogar sechs neue Helfer für die Blutspendentermine. „Das ist sehr, sehr erfreulich und eine große Entlastung“, so Ralf Rohling.

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