Zahlreiche Bäume mussten beim SV Heek gefällt werden – Sturmtief „Sabine“ war nicht schuld

dzSV Heek

Vor wenigen Tagen fegte Sturmtief „Sabine“ durch das Münsterland. Nun mussten beim SV Heek viele Bäume gefällt werden. Der Schritt war unumgänglich. Schuld daran war jedoch nicht der Sturm.

Heek

, 15.02.2020, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Ein gezielter Griff mit dem am Baggerarm befestigten Greifer, der kurze Klang einer Säge, ein leises Knacken und schon ist wieder ein Baum weg. Am Sportplatz des SV Heek wurde am Freitag viel gearbeitet. Ein Baum nach dem anderen wurde am Rande des Hauptplatzes gefällt. Die Gemeinde musste handeln, viel Zeit hatte sie allerdings nicht mehr.

Seit dem frühen Vormittag waren zwei Mitarbeiter der Firma „Matthias Brinner e.K“, deren Schwerpunkt auf dem Forst-, Garten- und Landschaftsbau liegt, damit beschäftigt, die umliegende Fläche nach und nach von verschiedensten Baumarten zu befreien.

Trockener Sommer hat Bäumen stark zugesetzt

„Das sind bestimmt ein paar Hundert Festmeter“, sagte Dieter Hansen von dem in Wettringen ansässigen Unternehmen. Ein Festmeter ist ein Raummaß für Rundholz und entspricht einem Kubikmeter fester Holzmasse. Bis zum Nachmittag gingen die Arbeiten der beiden Männer, einer machte sich per Hand mit einer Kettensäge ans Werk, der andere kümmerte sich mit dem einem Bagger ähnlichen „Fällgreifer“ um die größeren Arbeiten.

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„Sabine“ war allerdings nicht für die Baumfällaktion verantwortlich. „Das hat mit dem Sturm nichts zu tun“, sagte Herbert Gausling von der Gemeinde Heek. Vielmehr „resultiert das (Bäumefällen, Anm. d. Red.) aus dem trockenen Sommer“, der vielen Bäumen stark geschädigt hatte. Bis auf einige Bäume wie Eichen oder Buchen sollten alle gefällt werden, erklärte er.

Bäume am Platz des SV Heek mussten allmählich gefällt werden

„Viele sind kaputt“, sagte auch Dieter Hansen, während er den ersten Stapel der gefällten Bäume begutachtete. Vor allem die Nadelbäume und Fichten seien in keinem guten Zustand mehr gewesen. „Da ist kaum noch grün dran“, sagte er. Würden sie nicht gefällt werden, „fallen die irgendwann um“. Für die Gemeinde war es derweil allmählich höchste Zeit, die vielen kaputten Bäume zu entfernen.

Zahlreiche Bäume mussten beim SV Heek gefällt werden – Sturmtief „Sabine“ war nicht schuld

Schon am frühen Vormittag waren am Sportplatz des SV Heek viele Bäume gefällt worden. © Pascal Albert

„Die Maßnahme ist nur bis zum 29. Februar möglich“, so Gausling. Denn das Bundesnaturschutzgesetz schreibt vor, dass Bäume, die außerhalb des Waldes, von Kurzumtriebsplantagen oder gärtnerisch genutzten Grundflächen stehen, Hecken, lebende Zäune, Gebüsche und andere Gehölze in der Zeit vom 1. März bis zum 30. September nicht abgeschnitten werden dürfen.

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Bald werde dann auch entschieden werden müssen, was mit der freien Fläche passieren soll, sagt Gausling. Entweder könnte die Gemeinde neue Bäume pflanzen oder die noch bestehenden Baumstümpfe austreiben lassen. Dann würde aus den Stümpfen „eine neue Vegetation wachsen“. Bis Ende des Jahres könnte es dann bereits wieder 1,5 Meter hohe Pflanzen am Rande des Sportplatzes geben.

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