Der Stiegenpark darf in den Nachstunden kein „Angstraum“ werden

dzKommentar

Vandalismus, Zerstörungswut und ein Einbruch: Im Stiegenpark mehren sich Vorfälle, die als Straftatbestand gelten. Es muss etwas passieren. Dazu ein Kommentar von Redakteur Till Goerke.

Heek

, 03.12.2019, 05:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Dass der Stiegenpark, so schön er auch ist, immer wieder Chaoten anzieht, ist offenkundig zur traurigen Realität geworden. Die zahlreichen Verwüstungen auf dem Spielplatz in der Stiege stehen dafür sinnbildlich. Und dass die jüngst ausgetauschten Holzplanken der Tische und Stühle auf dem Spielplatz nach nicht einmal zwei Wochen wieder beschmiert sind, ist mehr als ärgerlich.

Dieser Vandalismus kann nur verurteilt werden. Nicht ohne Grund gilt dies als Straftatbestand. Doch der Einbruch und die Verwüstung in den Schrebergarten eines begeisterten Hobby-Gärtners in der Stiege gibt den Vorfällen im Park eine neue Dimension.

Mehr Beleuchtung kann nur der Anfang sein

Denn hier sprechen wir nicht mehr von einem öffentlichen Raum, sondern von Privateigentum, zu dem sich Unbefugte gewaltsam Zutritt verschafft haben. Und für was? Für den Pfand ein paar leerer Flaschen. Der ideelle Schaden ist hier um ein vielfaches höher.

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Ob es zwischen den einzelnen Taten in der Stiege Zusammenhänge gibt, ist unklar. Klar ist aber: In der Stiege muss etwas passieren. Und zwar jetzt. Nicht erst in zwei Jahren. Zusätzliche Beleuchtung, wie es die Gemeindeverwaltung plant, kann da nur der Anfang sein.

Nächtliche Kontrollen müssen her

Die Stiege ist für alle da. An dieser Stelle sind Polizei und Ordnungsamt gefragt. Streifen, besonders in den Nachtstunden, müssen her. Woanders geht das schließlich auch. Es kann doch nicht sein, dass sich die Stiege zu einem „Angstraum“ in der Dunkelheit entwickelt.

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Viel zu oft habe ich nämlich den vergangen Wochen hören müssen, dass sich Menschen nach Einbruch der Dunkelheit nicht mehr in die Stiege trauen – aus Angst. Es ist genug vorgefallen. Das muss ein Ende haben. Jetzt.

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