Spenden-Marsch: Stephan Lendring (53) erhöht die Kilometerzahl drastisch

dzFeuerwehrmann

Im Urlaub die Füße hochlegen? Nichts für Stephan Lendring. Der Feuerwehrmann wandert für den guten Zweck nach den Tipps der MLZ-Leser durch den Kreis Borken. Und jetzt sogar mehr als geplant.

Heek

, 03.06.2020, 04:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Zehn Tage im Juni hunderte Kilometer kreuz und quer durch den Kreis Borken wandern und das alles für den guten Zweck – das ehrgeizige Ziel von Feuerwehrmann Stephan Lendring (53) vom Löschzug Nienborg. Erste Sponsoren sind akquiriert, einige Übernachtungsmöglichkeiten sind gefunden. Und doch hat sich kurz vor dem Start noch einiges an der Streckenführung geändert.

„Die Nervosität steigt jetzt langsam aber sicher“, so der Zwei-Meter-Hüne im Gespräch mit der Redaktion wenige Tage vor dem Start. Am Montag (8. Juni) soll es um 10 Uhr losgehen. 33 Kilometer stehen auf der ersten Etappe an. Über Nienborg, Ahle, Ahaus, Wüllen, Ottenstein geht es bis zum Flugplatz Stadtlohn Wenningfeld. „Dort darf ich auch übernachten“, so Stephan Lendring.

13 Etappen stehen bis zum 20. Juni an

Insgesamt stehen 13 Etappen bis zum 20. Juni an. Geplant waren ursprünglich 300 Kilometer. Jetzt sei es aber dann noch etwas mehr geworden. Aber nicht nur ein bis zwei Kilometer, sondern gleich mal satte 64 Kilometer mehr. „Das werde ich auch noch packen.“ Grund der Planänderung: „Ich habe die Route etwas an die Hinweise und Angebote der Lesertipps angepasst.“

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Zur Erklärung: Der Feuerwehrmann will bei seiner Wanderung möglichst viele interessante Orte und gute Restaurants im Kreis Borken kennenlernen. Nach den Tipps und Hinweisen der MLZ-Leser. Zudem sucht Stephan Lendring Sponsoren, die für jeden seiner zurückgelegten Kilometer einen frei definierbaren Betrag spenden. Die gehen am Ende an die Join 4 Energy Stiftung in den Niederlanden und ein soziales Projekt im Kreis.

Füße hochlegen ist nichts für Stephan Lendring

Und warum nicht einfach die Füße hochlegen? Immerhin sind die 13 Tage im Juni Urlaubszeit. „Wegen der Corona-Krise macht Wegfahren ja derzeit wenig Sinn. Also kann ich doch besser etwas Gutes tun“, so der Feuerwehrmann. Spenden sammeln und diejenigen unterstützen, die finanziell sehr unter der Krise gelitten haben – etwa Restaurants.

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Und die Sache lässt sich bereits gut an. „Zwei Hauptsponsoren habe ich bereits gefunden“, berichtet Stephan Lendring. Zum einen zahle sein Arbeitgeber je zwei Euro pro Kilometer und ein Ehepaar aus Ahaus habe die selbe Zusage gemacht. 100 weitere Euro steuern Gönner aus Vreden inklusives eines Schlafplatzes hinzu. „Das alles freut mich richtig. Es ist viel mehr, als ich mir jemals erhofft hatte.“

Erste Sponsoren wurden bereits gefunden

Kurz mal nachgerechnet: Über 1500 Euro kämen schon jetzt zusammen, wenn Stephan Lendring seine Tour durchzieht. Dass dem so sein wird, daran lässt der Feuerwehrmann keinen Zweifel aufkommen. „Aufgeben ist einfach keine Option. Ich stehe zu meinem Wort. Das werde ich schaffen.“

Wer Stephan Lendrings Sponsor werden oder Tipps für Sehenswürdigkeiten und Gastronomiebetriebe geben möchte, kann sich per E-Mail (stephan.lendring@yahoo.de), per Telefon (01573) 78 14 97 3 oder per Instagramm (hightower_firefighter) an ihn wenden.

Im Training ist der Zwei-Meter-Hüne ohnehin - alleine durch das regelmäßige Training mit seinen Wehr-Kameraden. „Ich habe das individuelle Training jetzt aber etwas runtergefahren.“ Das Verletzungsrisiko soll im Vorfeld minimiert werden. „Und die Kräfte brauche ich für die Tour.“


Schließlich sind zehn Kilogramm Gepäck Lendrings stetiger Begleiter. Auf der letzten Etappe am 20. Juni von Gronau zurück nach Nienborg sogar 25 Kilo. Diese soll nämlich in voller Feuerwehrmontur absolviert werden. Übrigens sind Tipps und Sponsoren noch immer gerne gesehen. „Jeder darf sich bei mir melden. Ich bin über jeden Tipp und jede noch so kleine Spende dankbar“, hebt Stephan Lendring hervor.

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