Die niederländische Firma Van Raam stellt maßgeschneiderte Spezialfahrräder für Menschen mit Behinderungen her. © Van Raam
Bürgerstiftung Heek-Nienborg

Spendenaktion für Spezialrad: „Unfassbar, was passiert ist“

Vor einiger Zeit hat die Bürgerstiftung Heek-Nienborg eine Spendenaktion für ein Spezialrad gestartet. Eine Aktion, welche die Stiftung jetzt sogar in ein großes Staunen versetzt hat.

Anfang Februar war mal gerade ein Drittel der Summe zusammengekommen. Gut 6000 Euro fehlten der Bürgerstiftung zu diesem Zeitpunkt noch zum großen Ziel. Doch dann ging ein Ruck durch die Bevölkerung. Spende um Spende ging bei der Crowdfunding-Aktion über die Plattform der Volksbank Gronau-Ahaus ein.

Der Traum vom Spezialfahrrad für Menschen mit Einschränkungen wurde Stück für Stück realer. Am Dienstag (16. Februar) wurde der Traum dann zur Wirklichkeit. Ein Blick ins Portal der Volksbank zeigt: 9924 Euro inklusive 1654 Euro Unterstützung durch das Geldinstitut sind es aktuell. Damit wurde die Zielmarke schon 16 Tage vor Ablauf der Aktion um 74 Euro überschritten.

Überwältigt vom Ergebnis

„Es ist unfassbar, was passiert ist. Wir sind total überrascht, glücklich und überwältig von der großen Spendenbereitschaft“, ist Arnold Terliesner aus dem Vorstand der Bürgerstiftung hörbar überwältigt im Gespräch mit der Redaktion. „Ganz ehrlich, das ist einfach überragend. Unser großer Dank gilt allen, die uns unterstützt haben.“

Das Spezialrad, das nun angeschafft werden kann, ist ein Dreiradtandem, auf dem die Nutzer nebeneinandersitzen können – eine Person lenkt und beide können treten. Das Fahrrad ist gedacht für Personen, die durch Einschränkungen nicht mehr in der Lage sind, ein herkömmliches Fahrrad zu nutzen. Das Spezialrad soll auch ohne Übung sehr alltagstauglich sein.

Aktion umfangreich beworben

Einen Erklärungsansatz, warum die Sache mit den Spenden auf einmal Fahrt aufnahm, hat Arnold Terliesner trotz aller Überraschung übrigens parat. „Nach dem Artikel in der Münsterland Zeitung über die Aktion und unserer intensiven Nutzung aller Kontakte kam richtig Schwung in die Sache.“

Und wie geht es jetzt weiter? Die Aktion wird weiterlaufen. Die Zielmarke aber wird nach oben korrigiert, erklärt Burkhard Gebker. Auch er gehört zum Vorstand der Stiftung. Spenden lohne sich also nach wie vor. Denn jeder Cent über der ursprünglichen Zielmarke gehe nach Ablauf der Frist als Anzahlung für ein zweites Spezialrad auf das Stiftungskonto.

„Jetzt die Aktion einfach abzubrechen, wäre keine gute Idee“, so Burkhard Gebker. Hintergrund: Für jeden zahlenden Unterstützer, spendet die Volksbank zusätzlich 20 Prozent der gespendeten Summe. „Würden wir die Aktion abbrechen, ginge diese potenzielle Zusatzsumme verloren.“ Wenn die Endabrechnung vorliegt, stellt die Stiftung natürlich auch die gewünschten Spendenquittungen aus.

Und für alle, die jetzt schon auf eine Ausleihe des neuen Spezialrads schielen, hat Arnold Terliesner eine gute Nachricht parat: „Spätestens zum 1. April soll das Rad bei uns sein.“

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