Gerade für Schulanfänger birgt der Schulweg Gefahren – auch in Heek. Doch mit den Tipps von ADAC und Polizei lassen sich die Risiken reduzieren. © picture alliance/dpa/dpa-tmn
Einschulung 2021

Sicherer Schulweg: Polizei und ADAC geben wertvolle Tipps

Der Schulstart steht auch in Heek vor der Tür. Dabei birgt der Schulweg gerade für i-Dötzchen Gefahren. Polizei und ADAC geben darum wertvolle Tipps, wie die Risiken verringert werden können.

Es ist der Beginn eines neuen Lebenskapitels. 70 i-Dötzchen starten nach dem Ende der Sommerferien (17. August) in der Dinkelgemeinde in das Abenteuer Schule. Lesen, schreiben, rechnen und vieles mehr werden die Schulanfänger in den kommenden Jahren lernen. Noch weit davor müssen sie aber „fit für den Schulweg“ werden, denn dieser birgt Gefahren.

47 i-Dötzchen werden sich in diesem Jahr im Ortsteil Heek auf den Weg zur Alexander-Hegius-Schule machen. Insgesamt wird die Grundschule achtzügig (acht Klassen) unterwegs sein. Das bestätigt Mechtild Böckers aus dem Schulsekretariat auf Nachfrage der Redaktion.

Gefahrenquelle Straßenüberquerung

Im Ortsteil Nienborg sind es weniger Schulanfänger. 23 Kinder starten an der Bischoff-Martin-Grundschule in das Schulabenteuer. Sechs Klassen gibt es insgesamt im Schuljahr 2021/2022. Das teilt das Schulsekretariat auf Anfrage mit.

Alle i-Dötzchen eint, dass sie auf dem Weg zur Schule Straßen überqueren müssen – eine der größten Gefahrenquellen. Denn laut ADAC sind Schulanfänger aufgrund ihres Entwicklungsstandes den komplexen Situationen im Straßenverkehr nicht immer gewachsen. Und das ist auch wörtlich gemeint.

Kinder fehlt der Überblick

Denn aufgrund der geringen Größe fehlt den Kindern laut ADAC der Überblick. Ebenso könne es passieren, dass andere Verkehrsteilnehmer die Kleinen genau deshalb einfach übersehen. Auch neigten Kinder dazu, sich leichter ablenken zu lassen. Etwas, das schnell Gefahrensituationen heraufbeschwören könne.

Laut ADAC sollten Eltern ihr Kinder in der Anfangsphase zur Schule begleiten und später das Verhalten ihrer Sprösslinge im Straßenverkehr unbemerkt kontrollieren.
Laut ADAC sollten Eltern ihr Kinder in der Anfangsphase zur Schule begleiten und später das Verhalten ihrer Sprösslinge im Straßenverkehr unbemerkt kontrollieren. © picture alliance/dpa © picture alliance/dpa

Darum sind jetzt zum Schulstart ganz besonders die Erziehungsberechtigten und alle anderen Verkehrsteilnehmer gefordert. Darauf weisen sowohl der ADAC als auch die Kreispolizeibehörde Borken ausdrücklich hin.

Bahnhofstraße ist Unfallschwerpunkt

Nehmen wir das Beispiel Bahnhofstraße im Ortsteil Heek: Nicht selten wird dort nach Eindrücken der Redaktion das vorgeschriebene Tempolimit von 50 oder 30 km/h ignoriert und schneller gefahren.

Der Unfallatlas 2020 von Bund und Ländern weist Teilbereiche der Straße sogar als Unfallschwerpunkt mit Blick auf Personenschäden innerhalb der Gemeinde aus. Ein Überqueren kann also gerade für Schulanfänger zu einer Gefahr werden.

Davon abgesehen kann selbst das exakte Einhalten der vorgeschriebenen Geschwindigkeit schon zu viel sein, wie Dietmar Brüning von der Kreispolizeibehörde Borken im Gespräch mit der Redaktion klarstellt: „Wenn man Kinder am Straßenrand sieht, ist das schon zu schnell.“

Polizei will Präsenz zeigen

Auf sein „Recht“ laut Verkehrsschild zu pochen, ist also nicht angesagt. Es ist vielmehr unabdingbar, das Tempo an die jeweilige Situation anzupassen. Bremsbereitschaft und extrem vorausschauendes Fahren seien dabei gefragt, wie der Polizeisprecher klarstellt. Aus Rücksicht und zum Schutz der Kinder.

Und dem Zufall wird in Sachen Kontrolle auch nichts überlassen. So werden die Bezirks- und auch die Streifenbeamten auf den Schulwegen in den kommenden Wochen erhöhte Präsenz zeigen. Natürlich auch in Heek. Stichwort Schulsicherung. „Das Thema ist bei uns aber generell präsent“, so Dietmar Brüning.

Tipps für Erziehungsberechtigte

Und was können Erziehungsberechtigte tun, um ihre Kinder auf den Schulweg vorzubereiten? Unsere Übersicht nach den Tipps des ADAC zeigt es:

  • Schulweg einüben und Gefahrenquellen besprechen.
  • Längeren Schulweg einüben, wenn so Gefahrenstellen vermieden werden können.
  • Kinder am Anfang begleiten, später unbemerkt kontrollieren.
  • Keine unnötige Angst machen, loben nicht vergessen.
  • Rollentausch: Kinder bringen Eltern zur Schule und erklären die Gefahrenstellen.
  • Selbst Vorbild sein
  • Gehgemeinschaften bilden

Unter www.adac.de/verkehr/bestellung-verkehrsmedien/ können Eltern und Erziehungsberechtigte auch den ADAC Schulweg-Ratgeber kostenlos bestellen.

Über den Autor

Der neue Lokalsport-Newsletter für Dorsten

Immer freitags um 18:30 Uhr das Wichtigste aus dem Dorstener Lokalsport direkt in Ihr E-Mail-Postfach.

Informationen zur Datenverarbeitung im Rahmen des Newsletters finden Sie hier.