Schwertransport muss in Heek rückwärts auf die Autobahn

Kraftwerkmodul

Schwertransport geht auf die Reise: Die Firma 2G Energy AG lässt ein Blockheizkraftwerk nach Mexiko ausliefern.

Heek

von Sarah Vortkamp

, 14.06.2019 / Lesedauer: 3 min
Schwertransport muss in Heek rückwärts auf die Autobahn

Rückwärts fuhr der Lkw mit dem Modul über die gut gesicherte B70 auf die Autobahn. Der Schwertransport erfolgte über die eigentlich gesperrte Auffahrt. © Sarah Vortkamp

Von Heek nach Mexiko – am Mittwochabend startete die Reise für ein Blockheizkraftwerk-Modul der Firma 2G Energy AG. Dafür musste extra eine Spezialspedition aus Bremen beauftragt werden. Der Grund: Das Transportgut konnte auf keinem normalen Lkw zum Hafen nach Bremen gefahren werden. Es war zu hoch, zu lang und zu schwer.

Intensive Vorbereitung

28,22 Meter Länge und 4,55 Meter Höhe misst das Gespann aus Zugfahrzeug und Auflieger. In Deutschland zugelassen sind jedoch lediglich 19,55 Meter in der Länge und 4 Meter in der Höhe. Der Transport musste intensiv vorbereitet werden. Neben einer Vielzahl an Genehmigungen musste das Transportgut schiffstauglich gemacht werden. So wurde es mit wasserfester und hochseetauglicher Folie eingepackt.

Viele Herausforderungen für den 29-jährigen Fahrer

Bis nach Mexiko ist es ein weiter Weg. Pünktlich um 22 Uhr erfolgte am Mittwoch der Start. Vor 22 Uhr darf in Deutschland kein genehmigungsbedürftiger Transport fahren. Aus dem Industriegebiet vom Betriebsgelände von 2G ging es – wegen der Baustelle ihn Höhe der A31-Auffahrt – rückwärts auf die B70. Für den Schwertransport war es nur möglich, von Heek aus kommend die Autobahn Richtung Emden zu befahren. Ab Wietmarschen hieß es für den Fahrer und die beiden Begleitfahrzeuge allerdings über Land weiter zu fahren. Zu viele Baustellen, die nur eine einspurige Fahrbahn haben, machten alle möglichen Strecken alternativlos. So ist nun jede Kreuzung, jeder Kreisverkehr und jede Abbiegung für den 29-jährigen Lkw-Fahrer Jan Ewald aus Bremen eine kleine Herausforderung.

Zuverlässiger Lkw

„Zum Glück ist mein Fahrzeug zuverlässig, es ist schon sieben Jahre mein treuer Begleiter“, verriet er im Gespräch mit der Redaktion. Für kleine Pannen auf dem Weg ist er gewappnet. Ersatzreifen kann er selbst aufziehen und auch Hydraulikschläuche ersetzen, falls diese platzen. „Mein halbes Gepäck besteht aus Werkzeug, Kabelbindern und Sprühfett“, erklärt er und lacht.

Mit dem 560 PS-starken Fahrzeug und seinen Begleitfahrzeugen fuhr er dann bis kurz vor Bremen. Die letzten Kilometer bis zum Hafen bedurften einer gesonderten Prozedur: Dort musste der Lkw durch die Stadt gezogen werden. Und dafür musste er sich erst einmal in eine Schlange stellen. Aufgrund von enormen Regenschauern hatte sich mittlerweile eine enorme Schlange gebildet. Nerven bewahren hieß es dann. Denn das Schiff wartete nämlich nicht“, so Ewald.

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