Auf dem Spielfeld zwei von RW Nienborg herrscht derzeit richtig Betrieb. Alles mit dem Ziel, die Probleme auf dem Platz in Griff zubekommen. © Martin Mensing
Platzsanierung

RWN-Problemfeld: Sichtbare Fortschritte und geplatzte Wünsche

Platz zwei macht RW Nienborg (RWN) und der Gemeinde seit Jahren Ärger. Er wurde mangelhaft saniert. Jetzt läuft die Nachbesserung – und macht Fortschritte. Doch nicht alles läuft nach Wunsch.

Trecker, Frontlader und eine riesige Menge Kies: Auf dem zweiten Platz von RW Nienborg herrscht derzeit reger Betrieb. Alles, damit dort bald auch wieder Spiel- und Trainingsbetrieb herrschen kann. Doch trotz all des Fleißes läuft auf dem Problemfeld nicht alles so, wie es sich die Klub-Verantwortlichen ausgemalt haben.

Seit Anfang der Woche ist eine Firma aus Münster damit beschäftigt, eine Schlitz-Drainage in drei Arbeitsschritten auf dem zweiten Platz anzulegen. Dafür müssen 44 Schlitze gezogen werden, in die der Kies gefüllt wird. Darauf kommt Mutterboden für den Spielfeldrasen. So weit so gut. Doch wofür der Aufwand?

Probleme bald Geschichte?

Die Schlitze sollen bewirken, dass das (Regen-) Wasser zukünftig zur Drainage sickert, die vor wenigen Wochen neu eingebaut wurde. Funktioniert das alles nach Plan, dann dürften die Probleme auf dem Feld endlich Geschichte sein. „Wir alle hoffen, dass die dann achtjährige Leidenszeit endlich ein Ende hat“, bringt es der Klub-Vorsitzende Martin Mensing auf den Punkt.

Rückblick. Im Sommer 2014 führte eine Fachfirma aus dem Emsland die Sanierung des Spielfeldes durch. Die Freigabe erfolgte im Frühjahr 2015. Und seitdem war der Ärger da. Denn das Wasser lief auf dem für 180.000 Euro renovierten Rasenspielfeld einfach nicht richtig ab. Spiel- und Trainingsbetrieb war auf dem Platz kaum möglich.

Da war die Welt noch in Ordnung: Start der Sanierung von Platz Nummer zwei im Jahr 2014. Seitdem hat RW Nienborg und die Gemeinde Ärger mit dem Platz.
Da war die Welt noch in Ordnung: Start der Sanierung von Platz Nummer zwei im Jahr 2014. Seitdem hat RW Nienborg und die Gemeinde Ärger mit dem Platz. © Martin Mensing © Martin Mensing

Gutachten, politische Debatten und ein gerichtliches Beweisverfahren machen das Ausmaß des Ärgers für alle Beteiligten von Klub und Gemeindeverwaltung deutlich. Nach langem Hickhack bessert die verantwortliche Firma jetzt im Rahmen der Gewährleistung nach.

Verein und Gemeinde entstehen so keine weiteren Kosten. „Unsere Aufgabe ist es, im Rahmen der Unterhaltung der Spielfelder, für eine ausreichende Bewässerung zu sorgen“, erklärt Martin Mensing. Und eigentlich müsste der Vorsitzende wegen der Fortschritte bester Laune sein. Aber nur eigentlich.

Im Zeitplan ist Verzug

Denn im Zeitplan ist Verzug – wegen der schlechten Witterung in den vergangenen Wochen. Nicht alle Arbeiten konnten dabei ausgeführt werden. „Wir als Verein hätten uns gewünscht, dass wir das Spielfeld im Herbst dieses Jahres wieder zur Verfügung haben“, so Mensing. Doch für dieses Jahr habe man den Platz jetzt abgeschrieben.

Das führt natürlich zu Engpässen im Spiel- und Trainingsbetrieb. Denn nebenbei steht auch der Hauptplatz wegen der aufgekommenen „Kaninchen-Plage“ während der sehr langen Corona-Pause noch nicht in Gänze zur Verfügung. Zwar wurde der Platz schon intensiv bearbeitet, aber zum Schutz der Nachsaat müssen die betroffenen Stellen noch geschont werden.

44 Schlitze muss die Fachfirma auf dem Platz ziehen. Dadurch soll das Regenwasser zur verlegten D
44 Schlitze muss die Fachfirma auf dem Platz ziehen. Dadurch soll das Regenwasser zur verlegten Drainage sickern. © Martin Mensing © Martin Mensing

„Das bedeutet für uns einen sehr hohen Planungsaufwand bei der Platzeinteilung“, skizziert Mensing. 16 Fußballmannschaften gilt es nämlich unter einen Hut zu bekommen. Immerhin: Platz vier mit der neuen Flutlichtanlage schafft etwas Ausgleichsfläche.

Zurück zum Problemplatz Nummer zwei. Läuft jetzt alles nach Plan, soll das Spielfeld dem Klub 2022 uneingeschränkt und ohne Probleme zur Verfügung stehen. So die Sanierungsarbeiten zum erhofften Erfolg führen.

Sportausschuss berät über Beregnungsanlage

Bliebe noch die Sache mit dem Einbau einer Beregnungsanlage. Im Oktober soll über diese im Sportausschuss beraten werden. Im Zeitablauf nicht unbedingt ideal. „Es wäre nicht nur aus unserer Sicht sinnvoll gewesen, dieses vor den aktuellen Arbeiten zu machen“, stellt Martin Mensing klar.

Eine riesige Menge Kies wird in die angelegten Schlitze verfüllt.
Eine riesige Menge Kies wird in die angelegten Schlitze verfüllt. © Martin Mensing © Martin Mensing

Denn jetzt müsste im Falle einer Umsetzung der frisch angewachsene Platz in Teilen wieder „bearbeitet“ werden. Dass eine Beregnungsanlage aus Sicht des Vereins dennoch Sinn macht, steht dem ungeachtet außer Frage.

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