Vom Ordnungsamt erwischt: Heeker Jugendliche missachten Corona-Regeln

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Mitarbeiter des Heeker Ordnungsamtes sind regelmäßig auf Streife, um die Einhaltung der Corona-Regeln zu kontrollieren. Und am Osterwochenende musste sie gleich zweimal durchgreifen.

Heek

, 15.04.2020, 17:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Das Coronavirus hat das öffentliche Leben weiterhin fest im Griff. Schon vor Wochen hat das Land NRW die Maßnahmen im Kampf gegen das Virus drastisch verschärft. So sind Ansammlungen von mehr als zwei Personen verboten. Kitas, Schulen und viele Geschäfte sind geschlossen. Spiel- und Bolzplätz gesperrt.

Und die Einhaltung dieser Regeln werden in Heek gezielt kontrolliert. So wie zuletzt am Osterwochenende. Und da zeigte sich: Nicht alle haben den Ernst der Lage begriffen. „Wir brauchen keine übertriebene Härte, aber es gibt Dinge und Vorgaben, an die sich eben jeder halten muss“, kommentiert Bürgermeister Franz-Josef Weilinghoff die Vorkommnisse auf Anfrage.

Jugendliche missachten die Corona-Regeln

Doch was ist überhaupt passiert? Gleich zweimal griffen Außendienstmitarbeiter des Ordnungsamtes am Osterwochenende Jugendliche auf, die das Ansammlungsverbot einfach missachteten. Unter anderem am Strönfeldsee. Laut Verwaltung könne man da auch nicht mehr von einem zufälligen Zusammenstehen sprechen.

Der Spielplatz in Nienborg an der Bischof-Hermann-Straße ist wegen der Corona-Krise ebenso gesperrt wie alle anderen Plätze im Gemeindegebiet.

Der Spielplatz in Nienborg an der Bischof-Hermann-Straße ist wegen der Corona-Krise ebenso gesperrt wie alle anderen Plätze im Gemeindegebiet. Das Ordnungsamt kontrolliert, ob sich die Bürger daran halten. © Bernd Schäfer

Die Mitarbeiter des Ordnungsamtes nahmen die Personalien der Jugendlichen auf, die nun mit einem Bußgeld rechnen müssen. „Wir schauen uns die Sache noch mal ganz genau an“, so Franz-Josef Weilinghoff. Und dass neuralgische Orte, wie etwa der Strönfeldsee, die Stiege und Spielplätze, auf dem Gemeindegebiet kontrolliert würden, sei der aktuellen Krisensituation angemessen.

Bei Missachtung der Corona-Regeln droht eine Geldbuße

Übrigens greift in diesem Fall der Bußgeldkatalog des Landes NRW. In diesem wird zwischen Straftaten und Ordnungswidrigkeiten unterschieden. Grundlage im Corona-Fall ist das Infektionsschutzgesetz. Und allein die Sanktionen für Ordnungswidrigkeiten im öffentlichen Raum sind lang und mitunter saftig. Eine kleine Übersicht über die Höhe der Strafgelder:

  • Grillen: 250 Euro
  • Picknick: 250 Euro
  • Zusammenkünfte und Ansammlungen mit mehr als zwei Personen, die nicht dem eigenen Haushalt angehören: 200 Euro
  • Verstoß gegen das Besuchsverbot (Alten- und Pflegeheime, Krankenhäuser): 200 Euro
  • Organisation von Sportveranstaltungen oder Zusammenkünften: 1000 Euro

Im Falle der Heeker Jugendlichen greift Punkt drei. Ende noch offen. Doch abgesehen von den genannten Vorfällen, das betont der Bürgermeister, sei die Sache in der Gemeinde bisher gut gelaufen.

Mitarbeiter der Ordnungsamtes sind regelmäßig auf Streife

„Ich stelle hier eine hohe Selbstdisziplin fest. Die Leute halten sich an die Vorgaben. Sie nehmen die Situation so an, wie sie ist.“ Die Zahl der Corona-Infektionen in Heek bestätigt diese Aussage. Kreisweit ist die Dinkelgemeinde mit aktuell sieben Fällen (Stand: 16. April 10 Uhr) Schlusslicht des Rankings.

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Aktuell sind die Außendienstmitarbeiter des Ordnungsamtes täglich auf Streife. Auch in den Abendstunden, wie der Bürgermeister betont. Am Wochenende gibt es eine Rufbereitschaft. Zusätzlich greift, so wurde es dieser Redaktion aus verlässlichen Quellen zugespielt, die so genannte Sozialkontrolle.

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Sprich, die Heeker untereinander achten darauf, dass die Regeln eingehalten werden und melden mögliche Verstöße der Ordnungsbehörde. „Ja, das funktioniert hier bei uns ganz gut“, bestätigt Franz-Josef Weilinghoff.

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