Obstbäume statt Krautsaum am Kalvarienberg

Am Ortsrand

HEEK. Ein schief stehendes Ortsschild verweist darauf, dass dort Nienborg an seinem südöstlichsten Zipfel beginnt. Vereinzelte Spaziergänger kommen vorbei. Ein schmaler Weg führt in den Wald und zum Kalvarienberg. Gegenüber liegt ein Wiesenstück, das keine Beachtung findet.

von von Frank Zimmermann

, 01.02.2011, 14:27 Uhr / Lesedauer: 1 min
Links der Waldrand des Kalvarienbergs, vorne rechts ein Feld und dahinter die Grünfläche, die zu einer Streuobstwiese umgestaltet werden soll.

Links der Waldrand des Kalvarienbergs, vorne rechts ein Feld und dahinter die Grünfläche, die zu einer Streuobstwiese umgestaltet werden soll.

Die Anwohner haben sich bereits verpflichtet, das Grundstück mindestens zehn Jahre lang zwei bis drei Mal jährlich zu mähen und einen Zaun entlang des benachbarten Feldes zu setzten. Ebenfalls bis 2021 verpflichtet sich der Verein, die Obstgehölze zu pflegen. Eine Vorleistung, die bei den Mitgliedern des Bauausschusses in der jüngsten Sitzung gut ankam.   „Es ist eine gute Sache, dass die Anwohner sich darum kümmern wollen“, lobte zum Beispiel Jörg Rosery. Der Vorschlag von Theo Nacke, die Streuobstwiese solle doch zugleich als Hundewiese ausgewiesen werden, stieß dagegen auf spontane Ablehnung. Nach einer kurzen Diskussion beauftragten die Ausschussmitglieder einstimmig die Verwaltung, den entsprechenden Bebauungsplan zu ändern. Dieser sieht bisher für dieses Areal eine „Waldrandbepflanzung als Ausgleichsfläche mit Krautsaum und Sträuchern“ vor. Verwaltung und Ausschussmitglieder waren sich aber darin einig, dass eine Streuobstwiese die attraktiver Gestaltung ist.

Das Sahnehäubchen auf der ganzen Geschichte: Die finanziellen Auswirkungen auf den Gemeindehaushalt sind unerheblich, da die Material- und Pflanzkosten für die 15 Obstbäume etwa so hoch sind, wie die ohnehin vorgesehene Bepflanzung mit Sträuchern. Theo Franzbach wartet jetzt auf ein Signal von der Gemeindeverwaltung. Dann wollen die Vereinsmitglieder gemeinsam mit den Anwohnern loslegen, erst den Zaun setzen und später die Obstbäume.

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