Nienborger entwickelt digitale Hilfe für Schulen in der Corona-Krise

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Uwe Isermann von der Nienborger Firma Meal-o hat Software für die Organisation des Schulalltags entwickelt. Sein neuestes Programm gibt Schulleitern Hilfestellung während der Corona-Krise.

von Axel Roll

Heek

, 24.05.2020, 17:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Angenommen, ein Schüler der Burgsteinfurter Elisabethschule, nennen wir ihn mal Max, hätte sich das Corona-Virus eingefangen. Für Marcus Heerdt wäre das natürlich – wie für jeden anderen Schulleiter auch – der absolute Super-Gau.

In einem Punkt hätte es der Konrektor aber wahrscheinlich einfacher als viele seiner Kollegen: Er könnte mit wenigen Mausklicks dem Gesundheitsamt übermitteln, mit welchen Schülern Max in der Lerngruppe, beim Mittagessen oder später auch im Schulbus gesessen hätte. Kollege Uwe Isermann macht‘s möglich.

Nienborger entwickelt „digitalen Maßanzug“

Der gelernte Tischler und heutige Förderschullehrer sowie Besitzer einer Software-Firma in Nienborg hat für die Elisabethschule einen digitalen Maßanzug geschneidert, der ursprünglich für das Management des Schulessens gedacht war, seit Neuestem aber auch in der Corona-Krise Hilfestellung geben kann, wie der 47-Jährige überzeugt ist.

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Die Ursprungsform der Software ist mittlerweile in über 250 Kindertagesstätten und Schulen im Einsatz. „Mich hat damals immer genervt, wenn vor Unterrichtsbeginn die Sekretärin anrief und ich mit ihr die Schülerliste durchgehen musste, wer jetzt anwesend ist und wer nicht“, sagt Isermann lachend.

Programm liefert eine komplette Übersicht

Das ist jetzt acht Jahre her. Damals hat der Computer-Freak mit einfachen Bordmitteln ein Programm gebastelt, mit dem die Lehrer selbst die Anwesenheitslisten abhaken konnten, damit am Ende in der Küche klar war, wie viele Portionen Spaghetti Bolognese und wie viele Schweinebraten gekocht werden mussten.

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„Das klappt wirklich super“, weiß der stellvertretende Schulleiter Marcus Heerdt aus Erfahrung. Dabei ist das Programm mit Namen „Meal-O“ immer komplexer geworden. So weiß es inzwischen, mit welchem Bus Max zur Schule kommt, wann und wo er Pause hat und wer ihn gerade unterrichtet. Das ist insbesondere vor dem Hintergrund, dass die Elisabethschule eine Förderschule für Menschen mit zum Teil schweren Behinderungen ist, besonders wichtig.

Es sind einzelne Module erhältlich

„Corona ist nächste Woche leider noch nicht zu Ende“, sagt Uwe Isermann. Darum macht er sich mit seinen Kollegen gerade Gedanken darüber, wie sein Programm noch besser auf die neuen Rahmenbedingungen im Zeichen von Corona abgestimmt werden kann. „Je nach Bedarf können wir einzelne Module aufschalten“, so der Firmenchef, der mittlerweile 15 Mitarbeiter zählt.

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Natürlich, gibt Marcus Heerdt zu, ist es mit beträchtlichem Aufwand verbunden, den Computer erst einmal mit allen notwendigen Daten zu füttern. Danach, da sind wir wieder bei Max, entfällt aber das Wälzen von unzähligen Listen, wenn Heerdt wissen möchte, mit welchen Schülern und Lehrern er Kontakt gehabt haben könnte. Da genügen dann ein paar Mausklicks.

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