Nienborger Bürgerschützen vertagen ihr Jubiläumsschützenfest

Schützenfestabsage

Einfach ist die Entscheidung nicht gefallen: Der Allgemeine Bürgerschützenverein Nienborg feiert erneut kein großes Schützenfest. Das steht seit der Vorstandsversammlung am Wochenende fest.

Heek

12.03.2021, 17:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
So sah es zum Schützenfest noch vor wenigen Jahren in Nienborg aus, als die Bürgerschützen durch das Burgtor marschierten.

So sah es zum Schützenfest noch vor wenigen Jahren in Nienborg aus, als die Bürgerschützen durch das Burgtor marschierten. © Archiv

„Wir werden in diesem Jahr das machen, was erlaubt ist. Ein großes Jubiläumsfest wird es leider nicht werden“, verkündet Präsident Markus Callenbeck den aktuellen Stand der Planungen vom Allgemeinen Bürgerschützenverein Nienborg für das Jubiläum „500 +1“.

Fest steht, dass es Anfang August kein großes Schützenfest mit Kaiser- und Königschießen, Festball und Sternmarsch mit auswärtigen Schützenvereinen geben wird, schreiben die Allgemeinen Bürgerschützen Nienborg in einer Pressemitteilung. Der Verein hoffe, im Sommer eine interne Feier durchführen zu können. Der neue Vereinskaiser soll im nächsten Jahr ermittelt werden.

Jubiläumsfest mit Tausenden Gästen

In der ersten Online-Vorstandsversammlung der langen Vereinsgeschichte waren sich die Vorstandsmitglieder am vergangenen Wochenende (6.,7. März) einig, dass es die gegenwärtige Situation nicht erlaubt, im Sommer an fünf Tagen ein großes Jubiläum mit mehreren Tausend Gästen zu feiern.

„Die Entscheidung ist uns sehr schwer gefallen. Nicht nur der Verein, das ganze Dorf und die benachbarten Vereine hatten sich auf das Fest gefreut, das bereits im vergangenen Jahr der Corona-Krise zum Opfer fiel. Wir wollen am ersten Wochenende im August auf jeden Fall feiern und etwas für die Nienborger Bevölkerung machen“, sagt Präsident Markus Callenbeck.

Feiern in abgespeckter Form

Was am 31. Juli und 1. August konkret erlaubt sein wird, steht derzeit in den Sternen. Der Vorstand hat die Hoffnung, ein Fest in abgespeckter Form mit den Schützenbrüdern und der Nienborger Bevölkerung feiern zu dürfen. Dabei soll auch die traditionelle Sommerkirmes gefeiert werden.

Geplant ist auch die Weihe der neuen Schützenfahne, die zum Jubiläum angeschafft wurde. Das 500-jährige Jubiläum wird der Verein natürlich nicht einfach zur Seite legen. Die Festschrift wird bis zum Sommer dieses Jahres fertiggestellt. Dafür werden am Samstag, 8. Mai, die Gruppenfotos mit dem Vorstand, den Offizieren und den Majestäten gefertigt.

Amtszeiten werden verlängert

Danach erhält das Jubiläumsbuch seinen Feinschliff und geht in den Druck. Der Torbogen auf dem Festplatz in der Niestadt wird im Frühjahr in Eigenleistung durch die Bürgerschützen errichtet. Durch diese Entscheidung werden die Amtszeiten von Kaiser Wilhelm Mensing und König Jörg Rosery um ein weiteres Jahr verlängert.

„Mit einem erweiterten Schützenfest wollen wir das Jubiläum im nächsten Jahr intern feiern und dem neuen Kaiserthron einen würdigen Rahmen geben“, schaut Markus Callenbeck optimistisch nach vorne. Dann werden die Majestäten aus ihren Reihen einen neuen Vereinskaiser ermitteln.

Gemeinsames Fest und Ortskaiser

Die Festbögen werden die Bürgerschützen für ein weiteres Jahr einlagern. Denn im Jahr 2023 stehen in der Dinkelgemeinde die nächsten Jubiläen auf der Tagesordnung: Nienborg wird 825 Jahre alt. Hierbei werden der Allgemeine Bürgerschützenverein und der Schützenverein Wext-Ammert-Wichum-Callenbeck gemeinsam Schützenfest feiern und den dritten Ortskaiser küren.

Seit 1998 regiert Ortskaiser Bernfried Voss mit Kaiserin Elisabeth Voss die Schützenfamilie. Der SC Rot-Weiß Nienborg feiert im Jahr 2023 sein 100-jähriges Bestehen. „Ob das Osterfeuer in diesem Jahr abgebrannt werden darf und wann wir unsere Schützenversammlung durchführen werden, das kann ich zurzeit nicht sagen“, sagt Markus Callenbeck.

Schützenkaiser äußert sich

Die Durchführung von öffentlichen Veranstaltungen und Versammlungen sind nach der aktuellen Corona-Schutzverordnung bis auf Weiteres nicht erlaubt. Kaiser Wilhelm Mensing ist mit der Entscheidung und Planung einverstanden. „Ich bin um eine Erfahrung reicher geworden. Eine Versammlung am Computer habe ich bisher nicht erlebt. Ich wusste nicht, dass die Technik in Nienborg schon so weit ist - Bleibt gesund!“ so der 81-jährige.

„Ich habe Erfahrung von wenigstens 50 Schützenfesten und war auch schon Schützenkönig. Da brauche ich keine Wissenschaftler, um zu sagen, dass wir in diesem Jahr noch nicht feiern können“, erteilte NRW-Gesundheitsminister Karls-Josef Laumann den Festivals und Schützenfesten für dieses Jahr eine klare Absage.

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