Plötzliche Lauf-Absage: So reagiert Feuerwehrmann Stephan Lendring (52) auf den Ausfall

dz50-Kilometer-Marsch in Datteln

Die Enttäuschung war im ersten Moment groß. Stephan Lendring (52) und seine Kameraden können nicht wie geplant am „Ruhr-Pott-50-Lauf“ in Datteln teilnehmen. Was dahinter steckt.

Heek

, 07.08.2019, 17:43 Uhr / Lesedauer: 2 min

Eigentlich sah der Plan vor, dass Stephan Lendring von der Freiwilligen Feuerwehr Nienborg und seine Kameraden vom „Club der blauen Helme“ am 17. August am „Ruhrpott-50-Lauf“ in Datteln teilnehmen würden. Doch die jüngsten Entwicklungen machen dies unmöglich.

Dabei liegt die Schuld nicht bei den Feuerwehrleuten, die den 50-Kilometer-Lauf in voller Uniform und für den guten Zweck absolvieren wollten. Vielmehr hat der Veranstalter des Laufs, die MasterLogistics GmbH, kurzfristig einen Rückzieher gemacht.

Veranstalter muss die Reißleine ziehen

„Uns blieb leider nichts anderes übrig. Es gab einfach zu viele kleine Baustellen, die wir nicht beheben konnten“, sagt Pressereferent Daniel Kumelis. Streckenführung, Sicherung und Genehmigungen seien dabei die größten Probleme gewesen. „Trotz neun Monaten Planung sind immer wieder neue Probleme aufgetaucht.“

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Die Folge: Am 31. Juli zog der Veranstalter die Reißleine und sagte den Lauf ab. Und das obwohl sich schon etwa 400 Läufer angemeldet hatten. Zu diesen gehörten auch Stephan Lendring und seine Kameraden. „Der Club wurde per E-Mail informiert. Uns hat das natürlich sehr überrascht“, schildert Lendring.

Feuerwehrleute such fieberhaft nach einer Laufalternative

Besonders vor dem Hintergrund, weil die Feuerwehrmänner mit der Teilnahme am Lauf Geld für den guten Zweck sammeln wollten. Denn jeder der Wehrmänner sucht sich Sponsoren, die für jeden absolvierten Kilometer einen freiwilligen Betrag spenden.

„Uns blieb leider nichts anderes übrig. Es gab einfach zu viele kleine Baustellen, die wir nicht beheben konnten.“
Pressereferent Daniel Kumelis

Die Klinik-Clowns aus Münster, Join4Energy (Niederlande) und der ASB-Wünschewagen sollten die Begünstigten sein. Und sollen es auch bleiben.

Denn so einfach die Flinte ins Korn werfen, das kam für Lendring und sein Team nicht infrage. „Wir können und wollen die Leute und Sponsoren doch nicht enttäuschen.“ Also suchten der 52-Jährige und seine Kameraden fieberhaft nach einer Alternative.

Die Herausforderung wird immer größer

Und fanden tatsächlich eine. Wenngleich die ohnehin schon große Herausforderung durch die auserkorene Alternative nochmal größer wird. „Wir werden am „Littel Mammut Rhein-Main-Lauf“ teilnehmen“, so Lendring.

Die Strecke ist mit 55 Kilometern noch mal fünf Kilometer länger als der ausgefallene Lauf in Datteln und beinhaltet auch diverse Höhenkilometer.

Sponsoren werden händeringend gesucht

Und: Der Lauf findet ebenfalls am 17. August statt. „Das war natürlich ideal, wenngleich der Anfahrtsweg nach Wiesbaden, wo der Lauf im Schwimm-Club startet, deutlich weiter als nach Datteln ist.“ Um 8.30 Uhr geht`s direkt am Rhein los. „Wir freuen uns riesig auf die Herausforderung und reisen bereits am Freitag mit dem Bulli an.“

Wer Stephan Lendring mit einem Sponsoring unterstützen möchte, kann sich bei ihm unter der Telefonnummer 01573 / 78 14 97 3 melden.

Obwohl Lendring und seine Kameraden noch nie zuvor eine Strecke dieser Distanz gelaufen sind und obendrein noch 25 Kilo Gewicht durch die Feuerwehrmontur mit sich rumtragen, bereitet dem 52-Jährigen eine ganz andere Sache etwas Sorgen.

„Dass wir am bis zum 17. August zu wenig Sponsoren gefunden haben.“ Aktuell habe er persönlich, so berichtet es Lendring, fünf Gönner akquirieren können. „Es wäre richtig toll, wenn sich noch mehr Leute bereiterklären würden, die gute Sache zu unterstützen.“

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