Neue iPads für Schüler und Lehrer: Heeks Schulen werden noch digitaler

dzFördergelder

Das Geld aus dem „Digitalpakt Schule“ soll den Unterricht (noch) digitaler werden lassen. Heeks Schulen sind zwar schon gut aufgestellt, aber besser geht ja bekanntlich auch immer.

Heek

, 11.09.2020, 18:00 Uhr / Lesedauer: 3 min

Mit dem „Digitalpakt Schule“ haben Bund und Länder schon vor weit einem Jahr beschlossen, viel Geld in die Hand zu nehmen, um das Lernen an den Schulen (noch) digitaler zu machen. In Heek stehen aus dem Digitalpakt 283.000 Euro zur Verfügung. Dazu gibt es noch zwei zusätzliche Förderprogramme, aus denen Heek etliche 10.000 Euro erhält. Und dieses Geld ist schon fest verplant.

Dabei soll das jetzt nicht so klingen, als wisse die Verwaltung nicht, wohin mit dem Geld aus dem Digitalpakt. So soll das Lan- und Wlan-Netz an den Schulen optimiert werden. Damit einhergehend sollen die Netzwerkstrukturen grundlegend überarbeitet und strukturierter angelegt werden. Stichwort Kabelführung.

Jeder Klassenraum erhält eine Grundausstattung

Zudem soll jeder Klassenraum eine Grundausstattung bekommen: Apple TV, Wlan, Beamer und ausreichend Netzwerkanschlüsse. Übrigens sind alle drei Schulen mit Glasfaser angebunden. 300 Mbit an der Kreuzschule und an den beiden Grundschulen 200 Mbit. Ein Upgrade sei laut Verwaltung aber jederzeit möglich. Mit der Umsetzung der IT-Optimierung kann laut Verwaltung hingegen erst frühestens im Winter begonnen werden.

Deutlich zügiger muss es da schon mit Blick auf die Gelder aus den Fördertöpfen „Sofortausstattungsprogramm für Schüler“ und „Förderprogramm für dienstliche Endgeräte für Lehrkräfte“ gehen. Gut 45.000 Euro stehen der Gemeinde aus dem ersten Programm zu. Inklusive des Eigenanteils von zehn Prozent sind es rund 50.000 Euro. Für Programm zwei ist kein Eigenanteil notwendig. Hier stehen Heek 44.000 Euro zu. Die Antragsstellung ist erfolgt.

Geld für neue iPads muss zügig investiert werden

Einziger Knackpunkt: Das Geld muss bis zum Jahresende investiert worden sein. In Absprache mit den Medienbeauftragten der Schulen und Fachberatern der KAAW hat sich die Gemeindeverwaltung dazu entschlossen, mobile Endgeräte, sprich iPads für Schüler und Lehrer anzuschaffen. Diese Idee segneten auch die Lokalpolitiker in der jüngsten Sondersitzung des Rates einstimmig ab.

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Dazu sagte Ingo Trawinski (CDU): „Die Coronakrise hat ja eindeutig gezeigt, wie sehr wir auch in den Schulen auf gute Endgeräte angewiesen sind.“ Dem pflichtete auch Bürgermeister Franz-Josef Weilinghoff bei, fügte aber hinzu: „Die Schulen sind schon gut aufgestellt. Aber mit Fördermitteln geht jetzt natürlich noch mehr.“

100 neue iPads für Schüler

Mit dem Budget von 50.000 Euro sollen nun also rund 100 weitere iPads angeschafft werden, die dann entsprechend der Schülerzahl auf die drei Schulen verteilt werden. 60 Stück für die Kreuzschule (aktuell schon im Einsatz: 40 iPads), 25 Stück für die Alexander-Hegius-Grundschule (noch keine im Einsatz) und 15 Stück für die Bischof-Martin-Grundschule (24 iPads schon im Einsatz).

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Die iPads werden mit entsprechenden Ladekoffern angeschafft und sind für den „normalen“ Unterricht eingeplant. Aber in Zeiten von „Lernen auf Distanz“ können die Geräte auch an die Schüler für die Heimarbeit verliehen werden. Nach der Anschaffung steht dann für 33 Prozent der Schüler in der Dinkelgemeinde ein schulisches iPad zur Verfügung.

Auch Lehrkräfte bekommen neue iPads

Auch für die Lehrkräfte sollen neue iPads angeschafft werden. Zwar hatte die Gemeinde dies 2018 bereits flächendeckend mit Eigenmitteln realisiert, aber so kann der Bestand erneuert werden. Die alten iPads sollen dann von den Schülern weitergenutzt werden. Lediglich Ladekoffer müssten dafür noch angeschafft werden.

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In der Summe sollen dann in der Dinkelgemeinde 98 Lehrer-iPads im Einsatz sein. So soll es möglich sein, in allen Räumen der Schulen einen digitalen Unterricht mittels Beamer und Apple TV anbieten zu können. Die Umsetzung als solche liegt dabei natürlich in den Händen der Lehrkräfte. Und da sollen in der Vergangenheit nicht alle Kollegen gleichermaßen engagiert gewesen sein. Zumindest ist das so mal in den politischen Gremien angeklungen.

Neuer Onlinedienst für die Verwaltung der Endgeräte

Unabhängig von der Neuanschaffung der iPads wurde bereits im August für beide Grundschulen die wegen der Coronakrise kurzfristig in einer Soforthilfe-Version von Iserv (pädagogische Plattform) angeschaffte Variante in eine langfristige Online-Version lizenziert.

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Zudem soll zur Verwaltung der mobilen Endgeräte noch eine dauerhafte Lizenz eines geeigneteren Onlinedienstes (JAMF School-MDM) für die Kreuzschule und die Alexander-Hegius-Grundschule angeschafft werden. An der Bischof-Martin-Grundschule wird der Dienst bereits seit 2019 verwendet.

Dass der eingeschlagene Weg der Richtige ist, betonte in der Ratssitzung auch Walter Niemeyer (CDU): „Eine gute technische Ausstattung an den Schulen ist essenziell. Wir sind hier in Heek auf einem guten Weg.“

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