Mehr Geld im Portmonee?

Heek/Legden Auch wenn viele beim suchenden Blick ins eigene Portmonee einen anderen Eindruck haben: Über 334 Euro mehr verfügbares Jahreseinkommen als im Vorjahr konnten sich 2006 die Nordrhein-Westfalen freuen. Von den durchschnittlich 19 104 Euro zum Konsumieren und Sparen konnten Heeker und Legdener allerdings nur träumen.

21.07.2008, 18:06 Uhr / Lesedauer: 1 min

<p>Das verfügbare Jahreseinkommen ist nach Angaben der Statistiker von 2005 auf 2006 landesweit gestiegen. Die Heeker blieben von der Entwicklung ausgeschlossen - und wohl nicht nur sie, wie ein Blick in viele Portmonees zeigt.  Lüttich-Gür</p>

<p>Das verfügbare Jahreseinkommen ist nach Angaben der Statistiker von 2005 auf 2006 landesweit gestiegen. Die Heeker blieben von der Entwicklung ausgeschlossen - und wohl nicht nur sie, wie ein Blick in viele Portmonees zeigt. Lüttich-Gür</p>

Otto Normalbürger vom Dinkelstrand musste 2006 mit 16 038 Euro im Jahr auskommen - das waren 200 Euro weniger als noch im Vorjahr. Damit belegt die Gemeinde Heek gerade einmal Rang 374 von allen 396 Städten und Gemeinden des Landes, wie das Landesamt für Datenverarbeitung und Statistik NRW jetzt mitteilt. Im Kreis Borken steht nur Schöppingen (15 592 Euro) noch schlechter dar.

Die Nachbarn aus Legden liegen mit 17 182 Euro verfügbarem Jahreseinkommen zwar ebenfalls unterm Kreisdurchschnitt von 18 028 Euro, aber können sich laut Statistiker immerhin über ein sattes Plus von 431 Euro im Vergleich zum Vorjahr freuen. Mit 2,6 Prozent mehr fällt der Zuwachs im Legdener Geldbeutel genauso groß aus wie der im Mittelzentrum Ahaus, dessen Bürger über 18 699 Euro im Jahr verfügen können.

Über diese Angaben aus Düsseldorf - insbesondere über die vergleichsweise Armut der Heeker - kann sich Kämmerer Heinz-Gerd Lenfers nur wundern. Dennoch: Eine Vermutung hat er doch, wie der Wert zustande kam: "Die Heeker Bevölkerung ist überdurchschnittlich jung, wir haben mehr Kinder und Jugendliche als andere" - und damit weniger Steuerzahler.

Die Grundlage für die Statistiker ist aber der Datenberg der Einkommensstatistik für die Bundesrepublik. Durchschnittswerte seien daher immer trügerisch, warnt auch die Schuldnerberatung vor vorschnellen Schlüssen. sy-

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