Masken im Unterricht: Bischof-Martin-Schule setzt Kreis-Appell um

dzCoronavirus

Eine Pflicht für Grundschüler, die Maske im Unterricht zu tragen, gibt es nicht. Der Kreis empfiehlt es aber. Die Bischof-Martin-Grundschule folgt jetzt dieser Empfehlung. Aus gegebenem Anlass.

Heek

, 09.11.2020, 17:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Infektionszahlen schnellen weiterhin in die Höhe. Im Teillockdown gilt daher für Schüler ab der 5. Klasse die Maskenpflicht auch während des Unterrichts. In Grundschulen sieht die Sache anders aus. Hier gibt es nur einen eindringlichen Appell seitens des Kreises. Letztlicht entscheiden die Schulen selbst, wie sie mit diesem umgehen. Die Bischof-Martin-Grundschule hat diesbezüglich jetzt die Vorgehensweise aus gegebenem Anlass angepasst.

Zunächst gab es in der Nienborger Grundschule kein einheitliches Vorgehen in Sachen Masken im Unterricht. Es war den Schülern freigestellt eine zu tragen oder eben nicht. Doch das ist bereits seit einigen Tagen Geschichte. „Wir setzen den Appell des Kreises jetzt auch konsequent um“, berichtet Schulleiterin Bernadette Nabers im Gespräch mit der Redaktion. Bereits seit vergangener Woche tragen jetzt alle Schüler im Unterricht eine Maske.

Vorfälle in Wessum lösen Umdenken aus

Dass jetzt das Vorgehen in dieser Causa geändert wurde, hinge, so schildert es die Schulleiterin, mit den Coronafällen an der Wessumer Gottfried-von-Kappenberg-Grundschule zusammen. „Wir haben aus den Geschehnissen dort gelernt und unsere Lehren gezogen.“

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Zur Erklärung: Vergangenen Montag (2. November) wurde bekannt, dass sich zwei Drittklässler der Gottfried-von-Kappenberg-Schule mit dem Virus infiziert hatten. Anders als bei Corona-Fällen an anderen Schulen musste in Wessum nicht alle Klassen in häusliche Isolation. Denn die Schüler trugen alle auch während des Unterrichtes eine Maske. So wurden zunächst nur die direkten Sitznachbarn der infizierten Schüler in Quarantäne geschickt.

Kindern wurde der Schritt ausführlich erklärt

Zwar werden jetzt mittlerweile doch beide dritten Klassen nach einem weiteren positiven Fall im Distanzunterricht unterrichtet, wie die Stadt Ahaus mitteilt, aber für alle anderen Schüler werde versucht, so gut es geht, den Präsenzunterricht aufrecht zu erhalten.

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„Uns hat es jedenfalls gezeigt, wie wichtig die Sache mit der Maske auch im Unterricht ist“, so Schulleiterin Bernadette Nabers. Darum habe man an der Bischof-Martin-Grundschule auch umgehend nach der Meldung aus Wessum reagiert. Jetzt wird immer und überall eine Maske getragen. Egal ob auf dem Flur, dem Pausenhof oder im Unterricht.

„Wir haben es den Kindern ausführlich erklärt, wie wichtig das ist. Sie haben das sehr gut aufgenommen und sind auch sehr diszipliniert.“ Und Bernadette Nabers hebt hervor: „Die Kinder möchten nicht von zuhause aus unterrichtet werden. Sie gehen gerne in die Schule. Darum verstehen sie, dass wir alle gemeinsam alles dafür tun müssen, dass dies auch so bleiben kann.“

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