Landwirtschaft - Hoffen auf bessere Preise

Wirtschaftskrise

HEEK „Die Landwirtschaft ist eine verlässliche Größe“ har Bürgermeister Ulrich Helmich am Montag festgestellt. Im voll besetzten Saal „Zum Alten Kaiser“ hat ihm niemand widersprochen – schließlich hatten sich dort Vertreter der landwirtschaftlichen Ortsverbände Heek und Nienborg zu ihrer Jahresversammlung getroffen.

von Von Günther Spark

, 12.01.2010, 17:20 Uhr / Lesedauer: 1 min

Trotzdem: Es seien immer noch mehr als auf dem heimischen Markt verbraucht würden. Durch steigende Exporte, unter anderem nach China bestehe aber kein Überangebot. Ein Landwirt, der seinen Betrieb auf Dauer erhalten und vererben möchte, muss nach Thier nicht seinen Betrieb durch Zupachtungen und Stallbauten vergrößern, sondern alle produktionstechnischen Möglichkeiten ausschöpfen. Wer dies nicht mache, werde im Vergleich zu Spitzenbetrieben mit gleicher Viehhaltung einen jährlich bis zu 30 000 Euro geringeren Gewinn erzielen, prognostizierte Heinz Thier. Voraussetzung der Ausschöpfung dieser „Gewinnreserve“ sei eine Neuorientierung des Betriebes unter Berücksichtigung des Handlungsbedarfs.

Kreisverbandsvorsitzender Johannes Röring (MdB) betonte in seiner Ansprache, dass die Probleme der Landwirtschaft auf rechtlichem und gerade sozialem Gebiet nur gemeinsam gelöst werden können. Der Landwirtschaftsverband könne keine Einzelinteressen – zum Beispiel die der Milchvieh- oder der Sauenhalter – vertreten. Die Landwirte fühlen sich auf Orts-, Kreis- und Landesebene von ihrem Verband überwiegend gut vertreten. Das ist das Ergebnis einer akltuellen Erhebung. Allerdings meinen nur 58 Prozent der Mitglieder des WLV, dass ihre Meinung vom Vorstand berücksichtigt werde. Das liegt etwa daran, dass Milchvieh- und Sauenhalter andere Interessen verfolgten als ihre Kollegen.

Lesen Sie jetzt