Landwirte und Feuerwehr merken Auswirkungen der Dürre

dzWasserknappheit

Wassersparen ist das derzeitige Gebot in der Region. Aber was ist mit denen, die auf Wasser angewiesen sind? Landwirte und Feuerwehr spüren die Folgen der Trockenheit.

Heek

, 28.06.2019 / Lesedauer: 3 min

Wasser und seine Verfügbarkeit wird zunehmend zum Thema in Heek. Am Mittwoch hatten die Stadtwerke Ahaus zum Wassersparen aufgerufen, weil ein neuer Rekordwert beim Wasserverbrauch in Ahaus und Heek erreicht worden war und der Grundwasserspiegel unter dem Normalmaß liegt. Aber was ist mit denjenigen, die auf Wasser angewiesen sind?

„Wenn kein Hydrant in der Nähe ist, gehen wir an offene Gewässer“, erklärt Jörg Latussek vom Löschzug Heek der Freiwilligen Feuerwehr. „Die Dinkel ist zurzeit aber nur bedingt gefüllt, da gibt es nicht an allen Stellen die nötige Wassertiefe“, so Latussek. „An der Mühle in Nienborg geht das sicherlich, aber an anderen Stellen ist der Pegel zu niedrig.“ Die Alternative: Baggerseen in der Umgebung.

Beim Waldbrand am Dienstag in Schöppingen holte die Feuerwehr per Pendelverkehr Wasser aus dem Strönfeldsee. Mehr als 60.000 Liter wurden gebraucht, um die Flammen in den Griff zu kriegen. Ein Landwirt steuerte zwei Güllefässer mit Wasser bei. „Da haben wir eine Absprache mit den Landwirten“, so Latussek.

Keine Bewässerung auf Feldern

Und die Landwirte selbst? „Wir brauchen derzeit 30 bis 40 Prozent mehr Wasser als im täglichen Durchschnitt“, sagt Jan Gerd Weilinghoff, Vorsitzender des Landwirtschaftlichen Ortsverbands. Denn der Schweinemäster weiß: „Die Tiere fressen weniger und saufen mehr.“

Wie fast alle Landwirte in der Umgebung nutze er Brunnenwasser. Der WLV frage gerade die Grundwasser- und Brunnenstände unter den Landwirten ab, aber Ergebnisse gibt es noch nicht. „Wir in Ahle haben aber einen guten Wasserstand.“

Bewässerung von Feldern gebe es in der Heeker Region nicht, weil dort hauptsächlich Mais und Getreide angebaut würden. „Das ist wirtschaftlich gar nicht sinnvoll zu bewässern. Das lohnt nur bei Gemüse“, so Weilinghoff. Beim Mais und beim Weizen seien aber deutliche Ernteeinbußen zu erwarten, wenn es nicht bald regne. Zum Siebenschläfertag am Donnerstag war aber kein Niederschlag in Sicht. „Ich hoffe, da ist nichts dran“, so Weilinghoff. „Sonst sieht es düster aus.“

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