Landesjugendorchester übt für Jubiläumskonzerte

In Nienborg

HEEK Der Mann vorne im roten T-Shirt schüttelt mit dem Kopf. „Es muss Ja-pam-pam heißen“, stellt er fest. „Und nicht Jaaa-paaam-paaam.“ So habe Tschaikowsky das Crescendo nicht gemeint. Die 85 jungen Leute im Halbkreis vor ihm nicken, machen sich Notizen – und greifen wieder zu ihren Instrumenten.

von Von Sylvia Lüttich-Gür

, 06.01.2010, 19:27 Uhr / Lesedauer: 2 min
Das macht Spaß! Das sieht man den Mitgliedern des Landesjugendorchesters nicht nur an, man hört es auch.

Das macht Spaß! Das sieht man den Mitgliedern des Landesjugendorchesters nicht nur an, man hört es auch.

„Selbst wenn ihr hier die Mehrheit bildet“, sagt er und lässt seinen Blick über die Streicher wandern. „Recht habt ihr deswegen noch lange nicht.“ Das sei in der Musik genauso wie im richtigen Leben. Also: „Spielt so wie die Flöten – knapp und gut akzentuiert – die haben Recht.“ Georg Sarkisjan, der Konzertmeister vorne links, greift wieder zu seiner Geige – immer noch schmunzelnd. Er lernt nach all den Jahren immer wieder etwas während der Arbeitsphasen des Landesjugendorchesters – selbst von den Flöten hinten, vor allem aber von dem Dirigenten vorne und von den Dozenten, die die Instrumentalisten seit dem 2. Januar in Kleingruppen betreut haben.

Der dunkelhaarige Mann gehört mit seinen 23 Jahren zu den Ältesten im Orchester. Er spielt als Musikstudent auch in zahlreichen anderen Ensembles, aber auf das LJO mag er nicht verzichten – erst recht nicht im Jahr des 40-jährigen Bestehens. Buchberger lässt wieder seine Arme schweben im Takt der schwungvollen Musik. Das sei schon richtig gut gewesen, sagt er, als er zur Mittagspause abwinkt. „Und danach machen wir weiter – dann sehr gut.“ Die Besucher der öffentlichen Probe am Freitagabend können sich davon überzeugen lassen. 

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