Besinnliche Texte und Musik von Björn Amadeus Kahl zur Kreuzwoche

Kreuzwoche

Einige Besucher der St. Ludgeruskirche in Heek kannten Björn Amadeus Kahl bereits von seinem ersten Auftritt vor zwei Jahren zur Kreuzwoche der Gemeinde. Deshalb war die Kirche bei seinem zweiten Auftritt auch sehr gut gefüllt.

Heek

, 19.09.2020, 04:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Björn Amadeus Kahl macht Pop-Musik mit religiösen Themen.

Björn Amadeus Kahl macht Pop-Musik mit religiösen Themen. © Elvira Meisel-Kemper

Man spürt etwas von Lebens- und Glaubensfreude in seinen Liedern“, begrüßte Pfarrer Josef Leyer den 28-jährigen Musiker Björn Amadeus Kahl aus Osnabrück zur Kreuzwoche in der St. Ludgeruskirche. „Dieses schöne Leben“ klang wie eine direkte Reaktion auf diese Wort. Es war der erste von zehn Songs seines neuen Albums „Egal wohin“.

Pop-Musik über den persönlichen Glauben

Seine gefühlvoll temperierte Stimme, die mehrere Oktaven umfasst, und sein emphatisch-virtuoses Spiel am E-Klavier nahmen die Zuhörer mit in eine Welt der Besinnlichkeit, der schönen Gefühle, ohne dass allzuviele christliche Metaphern die Texte füllten.

Besinnliche Texte gelesen von Gemeindemitgliedern füllten die Zwischenräume der Songs, die Kahl selbst geschrieben und komponiert hat. 2011 begann er sein Musikstudium in Osnabrück. 2014 nahm er an dem Fernseh-Wettbewerb „The Voice of Germany“ teil. Viele Texte entstanden zusammen mit seinem Vater.

„Ich mache Pop-Musik. Mir ist es auch wichtig, dass mein persönlicher Glaube deutlich wird. Das ist meine Möglichkeit, das authentisch ins Leben zu bringen“, verriet er nach dem Konzert. Einige Songs gab es schon länger in seiner Schublade. Jetzt wurden sie erstmals öffentlich.

Corona-Zeit hat der Musiker gut genutzt

„Die Teilnahme am Wettbewerb 2014 war für mich ein wichtiger Schritt an die Öffentlichkeit. Das hat meine Karriere befördert. Seitdem habe ich versucht, musikalisch Gas zu geben. Ich glaube, ich bin jetzt da, wo ich hinwollte“, ergänzte der Musiker beim Signieren seiner zweiten CD, die seit August erst auf dem Markt ist.

Nach dem Konzert signierte Björn Amadeus Kahl sein neues Album für die Besucher.

Nach dem Konzert signierte Björn Amadeus Kahl sein neues Album für die Besucher. © Elvira Meisel-Kemper

Die Corona-Zeit hat er genutzt, um die älteren Songs neu zu arrangieren und die CD richtig rund zu machen. „Das war das Gute für mich bei dem Lockdown. Allgemein war das für die Musiker und für die gesamte Kulturszene schlimm. Es wird auch vielfach falsch verstanden, welche finanzielle Unterstützung wir in dieser Zeit wirklich brauchten. Wir haben nicht so viele betriebliche Ausgaben, weil wir vielfach zu Hause arbeiten. Es ist den meisten Menschen nicht bewusst, wie wir leben. Ich bin dankbar, dass ich heute hier auftreten durfte. Das war mein erstes Konzert seit März 2020“, so Kahl.

„Vater unser“ gemeinsam mit Besuchern gesungen

Diese Dankbarkeit spürte man auch in seiner Musik. „Träume weiter“, „Mach dir doch keinen Kopf“, „Du bist geliebt“ oder dann schon als Zugabe „Wie im Flug“ vermittelten positives, hoffnungsvolles Denken, was gerade in dieser Zeit der Einschränkungen durch die Pandemie dringend nötig war.

Ganz neu war seine Vertonung des „Vater Unser“, das er zusammen mit den Besuchern sang. Frenetischer Beifall, stehende Ovationen und viele positive Gespräche beim Signieren seiner CD waren sein ganz persönlicher Lohn.

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