Denkbar wäre, die Imagebroschüre mit der kommenden Gewerbeschau zu verknüpfen, die zuletzt zweimal wegen Corona nicht wie geplant im Gewerbegebiet Heek-West (Foto) stattfinden konnte. © Geodatenatlas Kreis Borken
Marketing

Imagebroschüre für Heek: Gewerbeschau Zünglein an der Waage

Eine Infobroschüre ist für eine Kommune eine gute Gelegenheit, sich effektiv zu vermarkten. Auch in Heek gab es Gedanken über solch eine Broschüre – bis die Pandemie mit ihren Folgen kam.

Es liegt schon einige Jahre zurück, dass es in Heek zuletzt eine Infobroschüre über die Gemeinde gab. 2014 wurde das Ganze auf Basis eines politischen Entschlusses eingestellt. Und beinahe hätte es jetzt die Voraussetzungen einer möglichen Neuauflage unter klangvollerem Namen gegeben. Doch dann kam Corona.

„Imagebroschüre“ lautet das melodische Wort. Eine Broschüre über die Gemeinde Heek, in der in zwei Teilen zum Beispiel Artikel über das Leben in Heek – Tourismus, Sehenswürdigkeiten, Freizeit, Vereine und Fotos – sowie die Wirtschaft und Unternehmen aus der Gemeinde erscheinen könnten.

„Vorbild“ könnte Legden sein

So zumindest die Idee der Verwaltung. Die Nachbarkommune Legden hat so etwas in ähnlicher Form bereits. Dort ist 2020 das Magazin „Wirtschaft & Leben im Zukunftsdorf Legden und Asbeck“ mit einer Auflage von 3000 Stück erschienen. Die Werbeagentur Atento aus Vreden erstellte das Heft.

Selbige hätte diese auch für die Dinkelgemeinde gemacht. Die Finanzierung der Broschüre hätte dabei laut Verwaltung komplett über Werbeanzeigen beziehungsweise Artikel der Heeker Unternehmen erfolgen können. Doch die Idee findet in der Lokalpolitik aktuell keine große Zustimmung.

Lokalpolitik sieht noch keine Notwendigkeit

Die Mitglieder des Haupt- und Finanzausschusses lehnten die Erstellung einer solchen Broschüre ab. Begründung: Die Gewerbeschau fiel auch in diesem Jahr der Corona-Pandemie zum Opfer. Eine Broschüre ohne Schau ergebe schlicht zu wenig Sinn.

Doch ist das noch immer der aktuelle Stand? Nachfrage bei Bürgermeister Franz-Josef Weilinghoff. „Ja, ist es. Aktuell macht das keinen Sinn“, lautet seine klare Antwort. Dabei ist die Verwaltung davon überzeugt, dass eine solche Broschüre den Marketingauftritt der Gemeinde bereichern würde.

Thema bei nächster Gewerbeschau?

Erst recht, wenn diese über öffentliche Standorte zugänglich gemacht würde. Dazu könnte die Auslage in Unternehmen, dem Einzelhandel, der Gastronomie oder in den Geldinstituten erfolgen. Doch daraus wird erst mal nichts.

„Es wird bestimmt wieder auf den Tisch kommen, wenn die Gewerbeschau wieder Thema ist“, mutmaßt der Bürgermeister. Sowohl 2020 als auch 2021 wurde die Schau wegen der Pandemie abgesagt. Ein Event einer solchen Größenordnung war schlicht nicht möglich.

Wann die Gewerbeschau allerdings nachgeholt wird, ist derzeit noch offen. 2022 oder doch erst 2023? Vieles hängt von der Entwicklung der Pandemie ab. Aktuell ist diese jedenfalls mit Blick auf die Infektionszahlen und Lockerungen erfreulich.

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