Die Straßen „Heiligenkamp“ und „Brotkorb“ sind beide, wie auf den ersten Blick deutlich wird, in die Jahre gekommen. © Markus Gehring
Straßensanierung

„Heiligenkamp“ und „Am Brotkorb“: Flickenteppich soll ausgemerzt werden

Die Straßen „Heiligenkamp“ und „Am Brotkorb“ sind ein Flickenteppich. Beide Straßen haben viele Jahre auf dem Buckel. Läuft alles nach Plan, dann erstrahlen sie 2021 in neuem Gewand.

Man muss nicht lange suchen, um auf den Straßen „Heiligenkamp“ und „Am Brotkorb“ Flicken in den Asphaltdecken zu entdecken. An einigen Stellen haben sich sogar Gras und Flechten breitgemacht. Beide Straßen sind in die Jahre gekommen, wurden in den 1960er-Jahren ausgebaut. Doch es soll sich etwas tun. Und das schon 2021.

Zumindest wenn alles nach Plan läuft und Fördergelder in Anspruch genommen werden sollen. Und Letzteres ist der Plan. Dafür hat die Verwaltung in den vergangenen Monaten bereits die Vorarbeit geleistet. Im Ausschuss für Bauen und Planen wurde über Details gesprochen und letztlich segnete der Rat jüngst alles ab. Aber der Reihe nach.

Bezirksregierung informiert die Verwaltung

Die Landesregierung hat zur Bewältigung der Folgen der Corona-Pandemie und zur Stärkung der Zukunftsfähigkeit des Landes ein Investitionspaket Kommunen beschlossen. Darüber informierte die Bezirksregierung Münster die Gemeinde Heek im Juli 2020.

Teil dieses Pakets ist ein Sonderprogramm „Erhaltungsinvestitionen kommunale Verkehrsinfrastruktur Straßen und Radwege“, das mit 50 Millionen Euro dotiert und bis Ende 2021 befristet ist. Heek stehen etwa 75.000 Euro zu. Der Förderantrag wurde im November gestellt.

Es geht um eine reine Deckensanierungen

Wichtig: Fördergegenstand sind reine Deckensanierungen von Straßen sowie Rad- und Gehwegen in kommunaler Baulast. Die Förderung ist nicht auf verkehrswichtige Straßen beschränkt. Allerdings sind lärmmindernde Fahrbahnbeläge förderfähig. Soweit zu den Rahmenbedingungen.

Mit Blick auf die Straßen in der Dinkelgemeinde standen im Ausschuss für Bauen Planen mehrere Möglichkeiten für eine Sanierung zur Auswahl. Die Wahl fiel letztlich auf die Straßen „Heilgenkamp“ und „Am Brotkorb“. Ausschlaggebend dafür war auch, dass die Straßen in unmittelbarer Nähe der Alexander-Hegius-Schule und des St.-Marien-Kindergartens liegen. Beide Straßen werden dementsprechend viel von Kindern genutzt.

Gesamtkosten von 195.000 Euro

Die Länge des Sanierungsbereichs beträgt laut Verwaltung bei einer Fläche von 4650 Quadratmetern 580 Meter. Die Gesamtkosten werden mit 195.000 Euro beziffert. Da die Fördergelder für die geplante Maßnahme bis Ende 2021 verausgabt sein müssen, dürften die Sanierungsarbeiten schon im kommenden Jahr anlaufen. Ein genauer Zeitplan ist derzeit noch nicht bekannt.

Zudem nahm die Verwaltung die Anregung von Birgit Wüsten (DB) mit auf, sich über ein Parkplatzkonzept in der Straße „Am Brotkorb“ Gedanken zu machen. Laut der Ausführungen von Wüsten soll es in der Vergangenheit zwischen Anwohnern und OGS-Mitarbeitern zu „Streit“ um Parkplätze gekommen sein.

Verwaltung nimmt Anregung mit

Das wies auch die Verwaltung nicht ganz von der Hand. „Es gibt die ein oder andere Beschwerde, das ist aber alles noch im Rahmen“, merkte Bauamtsleiter Herbert Gausling in der jüngsten Ratssitzung an. Und klar ist auch: Mit den Fördergeldern könnte ein Parkplatzkonzept, in welcher Form auch immer, nicht realisiert werden.

Mit Fördergeldern sollen die Straßen „Heiligenkamp“ und „Brotkorb“ im kommenden Jahr saniert werden.
Mit Fördergeldern sollen die Straßen „Heiligenkamp“ und „Brotkorb“ im kommenden Jahr saniert werden. © Markus Gehring © Markus Gehring

„Es ist nur eine reine Erhaltungsmaßnahme“, machte dementsprechend auch Bürgermeister Franz-Josef Weilinghoff klar. „Wenn sich das aber mit minimalem Aufwand erledigen lässt, ist das okay.“ Die Anregung wolle man in jedem Fall verwaltungsseitig mitnehmen.

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