Heek wird bundesweit Dritter beim Radklima

ADFC-Radklimatest

Für den dritten Platz beim ADFC-Radklimatest wurde die Gemeinde am Dienstag in Berlin ausgezeichnet. Trotz schlechterer Bewertung als 2017 ließ Heek 680 Städte und Gemeinden hinter sich.

Heek

, 09.04.2019 / Lesedauer: 3 min
Heek wird bundesweit Dritter beim Radklima

Bürgermeister Weilinghoff nahm die Auszeichnung von Verkehrsminister Andreas Scheuer entgegen. © Gemeinde

Platz drei von 186 Gemeinden unter 20.000 Einwohnern – Heek hat es beim Radklima-Test des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs (ADFC) erneut aufs Treppchen geschafft. Bürgermeister Franz-Josef Weilinghoff nahm die Auszeichnung am Dienstag im Verkehrsministerium in Berlin entgegen.

„Letztes Mal waren wir Aufsteiger, dieses Mal sind als wir als Spitzenreiter bestätigt worden. Das freut mich natürlich“, sagte Weilinghoff auf Nachfrage. „Bei uns sind es viele kleine Maßnahmen, die zusammen den Ausschlag geben.“ Als Beispiele nennt er den sanierten Bahndamm sowie die Sanierung der Eper Straße und der Ochtruper Straße in Nienborg, wodurch dort auch die Radwege vergrößert wurden.

Wie vor zwei Jahren musste Heek dem Sieger Reken und Wettringen die Vorfahrt lassen. 2017 hatte es die Dinkelgemeinde erstmals in die Top 3 geschafft. In diesem Jahr war sie in der neu geschaffenen Kategorie bis 20.000 Einwohner angetreten. Einen Einfluss auf die Platzierung hatte dies aber nicht. Denn die Städte in allen anderen Größenkategorien, so auch die Fahrradhochburg Münster, erhielten schlechtere Noten – Platz drei von 683 Städten und Gemeinden.

Dabei hatte sich die Heeker Durchschnittsnote mit 2,37 gegenüber 2,11 im Jahr 2017 sogar leicht verschlechtert.

Mehr Spaß als Stress

„Wir sind zwar in den vergangenen Jahren besser geworden. Aber damit werden die Leute natürlich auch kritischer und anspruchsvoller“, erklärte Weilinghoff. Zudem sei Sicherheit immer ein Thema, das auch in Berlin stark diskutiert worden sei. „Teilweise ist das auch eine gefühlte Unsicherheit.“

101 Befragte hatten sich an der Umfrage für Heek beteiligt, bundesweit waren es 170.000. Dabei konnten die Teilnehmer 32 Fragen zu Sicherheit, Qualität und Komfort des Radverkehrs beantworten.

Bestnoten gab es für die Erreichbarkeit der Ortsmitte, zügiges Radfahren und Radeln mit mehreren Generationen. Insgesamt sieht die deutliche Mehrheit der Heeker den Spaßfaktor größer als den Stressfaktor.

Kritischer bewertet wurden die Oberflächen der Radwege, die Möglichkeiten zur Radmitnahme im öffentlichen Nahverkehr und vor allem die öffentliche Verfügbarkeit von Leihrädern.

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