Turbo-Internet rückt im Heeker Außenbereich viel schneller in Reichweite als geplant

dzBreitbandausbau

Der Breitbandausbau im Heeker Außenbereich geht zügig voran. Schnelles Internet rückt damit in greifbare Nähe. Die Arbeiten liegen sogar vor dem Zeitplan. Doch einige Fragezeichen bleiben.

Heek

, 09.09.2019, 17:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Gut zehn Monate ist es jetzt her, dass der Breitbandausbau für die Heeker Außenbereich angelaufen ist. In Ahle arbeitete sich am 1. November 2018 eine sogenannte Bohrspülmaschine die ersten Meter durch den Boden.

Und jetzt die gute Nachricht: Die Tiefbauarbeiten liegen vor dem Zeitplan. Das bestätigt Geschäftsführer Gerd Gevering von der Firma Epcan aus Vreden auf Nachfrage. „Wir haben mehr Tiefbaumeter geschafft, als wir es zunächst im Meilensteinplan angedacht hatten.“

Milder Winter spielt den Tiefbauarbeiten in die Karten

Der relativ milde Winter habe dabei natürlich eine wichtige Rolle gespielt. „Aktuell haben wir 23 Kilometer Tiefbau fertig“, so der Geschäftsführer. Das entspricht etwas mehr als der Hälfte der Gesamtdistanz von 45 Kilometern.

Auf der Unternehmens-Webseite von Epcan ist der aktuelle Status der Arbeiten im Heeker Außenbereich einsehbar. Aktuell steht der blaue Balken bei Punkt drei von vier. Stichwort: Bauen.

Turbo-Internet rückt im Heeker Außenbereich viel schneller in Reichweite als geplant

Mit so einer Bohrspülmaschine, die Sven Schüller bedient, können pro Tag bis zu 150 Meter Bohrstränge anlegt werden. Sie kommt auch im Heeker Außenbereich zum Einsatz. © Till Goerke (Archiv)

Und während der Tiefbau in einigen Clustern der Außenbereiche noch läuft, wird in anderen jetzt damit begonnen, die Glasfasern in Bohrstränge einzublasen. Etwa 150 Kilometer Glasfaserkabel werden es am Ende für den gesamten Heeker Außenbereich sein.

„Aktuell haben wir 23 Kilometer Tiefbau fertig.“
Gerd Gevering (epcan)

276 Haushalte sollen nach Abschluss der Arbeiten in den Genuss eines Internetzugangs mit mindestens 100 Mbit kommen. Dieser Bereich ist übrigens der letzte Part des dreistufigen Ausbauverfahrens.

Das Land NRW fördert den Ausbau

Innenbereiche, Gewerbebereiche und dann die Außenareale – so die Reihenfolge. Das Land NRW fördert den Ausbau mit 1,8 Millionen Euro. Die Gemeinde Heek selbst steuert 200.000 Euro hinzu.

Den Fortschritt der Arbeiten überwacht ein von der Gemeinde beauftragtes Ingenieurbüro. „Die fahren wöchentlich die Baustellen ab und führen Messungen durch“, erklärt Jürgen Lammers, Leiter des Fachbereichs 1 der Gemeinde.

Turbo-Internet rückt im Heeker Außenbereich viel schneller in Reichweite als geplant

Zunächst steht der Tiefbau an, dann folgt in weiteren Schritten die Verlegung der Glasfaserkabel. © Till Goerke (Archiv)

Das sei wichtig, denn die Gemeinde Heek muss gegenüber der Bezirksregierung beziehungsweise dem Land natürlich den Nachweis erbringen, dass die Fördergelder zweckgebunden eingesetzt werden.

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Die Bedeutung des Breitbandausbaus im Außenbereich umschrieb Bürgermeister Franz-Josef Weilinghoff beim ersten „Spatenstich“ wie folgt: „Langfristig ist das existenziell, auch für die Landwirte, die heute mehr denn je auf schnelles Internet angewiesen sind. Zudem wollen wir mit diesem Angebot auch die jungen Menschen in der Gemeinde halten.“

Exakter Abschlusstermin der Arbeiten ist noch nicht benennbar

Doch wann werden die ersten Haushalte an das Glasfasernetz angeschlossen? „Das geschieht noch in diesem Jahr“, sagt Gerd Gevering. Genauer sei das derzeit nicht zu benennen.

Auch wann alle Arbeiten komplett abgeschlossen sind, sei noch nicht absehbar. Beim ersten Spatenstich war seinerzeit von 18 Monaten die Rede. Darauf lässt sich Gevering nicht ein. „Wir werden sehen. Fakt ist, es sieht derzeit sehr gut aus.“

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