Guter Rat und klarer Schnaps für die Pilger bei der Gemeindewallfahrt

Heilig Kreuz Heek

Die Gemeindemitglieder aus Heilig Kreuz Heek pilgerten nach Eggerode. Zu Fuß, mit dem Fahrrad oder mit dem Bus ging es zum gemeinsamen Gebet. Die Wallfahrt hat eine lange Tradition.

Heek

04.06.2019 / Lesedauer: 3 min
Guter Rat und klarer Schnaps für die Pilger bei der Gemeindewallfahrt

21 Fußpilger und 37 Fahrradpilger machten sich auf den Weg nach Eggerode. Mensing © privat

Pünktlich mit dem Glockenschlag der Pfarrkirche St. Peter und Paul spendete Pater Joy Madassery den 21 Fußpilgern am Sonntagmorgen um 5 Uhr den Segen für die Wallfahrt der Kirchengemeinde Heilig Kreuz Heek zum Gnadenbild „Unsere Liebe Frau vom Himmelreich“ nach Eggerode.

Frohen Mutes machten sie sich auf den 16 Kilometer langen Fußweg in den zweitältesten Wallfahrtsort im Bistum Münster, um dort zu beten, zu bitten und zu danken. Das Wallfahrtsthema im Bistum Münster lautet in diesem Jahr „Herr, wohin sollen wir gehen?“ Stefan Schwering gab das Tempo und den Weg vor, der die Gläubigen durch die Bült, Averbeck und dann über den Ramsberg nach Eggerode führte. Wenige Minuten nach dem Start ging die Sonne auf und Nebel lag auf den Dinkelwiesen und den Feldern.

In der Anstrengung des Weges genossen die Wallfahrer die Möglichkeit der Stille, des Gebetes, der Meditation und des Gespräches mit anderen, die sich ebenfalls „auf dem Weg“ machten.

Klarer Schnaps

Auf halber Strecke gab es zur Motivation zudem klaren Schnaps. „Den gibt es schon seit vielen Jahren“, berichteten die älteren Wallfahrer von diesem Brauchtum, das zu der Zeit eingeführt wurde, als Pfarrer Wilhelm Niehaves in Nienborg tätig war. Auf seiner Trompete spielte Albert Bömer an dieser Stelle „Großer Gott, wir loben dich.“

Zwei Kilometer vor Eggerode legten die Pilger auf dem Hof Josef Niehoff eine Rast ein. Auf die Minute genau trafen hier auch die 37 Fahrradpilger ein. Nach der Pause pilgerten die Gläubigen, von den Messdienern mit Fahnen und dem Kreuz angeführt, nach Eggerode hinein.

Gemeinsam zur Gnadenkapelle

Hier wurden sie am Ortseingang von weiteren Gläubigen aus Nienborg, wie den diesjährigen Erstkommunionkindern, der Bannerabordnung der KFD St. Peter und Paul und dem Musikverein Nienborg empfangen. Gemeinsam legten die Pilger die letzte Etappe zur Gnadenkapelle und der Pfarrkirche St. Marien zurück.

Marlene Bömer trug die Pilgerkerze, die Pater Joy Madassery zur Wallfahrtsmesse segnete und entzündete. In der Predigt ermutigte er die Gläubigen, sich eigene Schwächen einzugestehen und offen für den Rat anderer Menschen zu sein. „Maria, zu der wir auch heute hier in Eggerode gepilgert sind, ist die Mutter des guten Rates, den wir so oft benötigen.“

Guter Rat und klarer Schnaps für die Pilger bei der Gemeindewallfahrt

Bei der Gemeindewallfahrt nach Eggerode © privat

Im Hotel Winter stärkten sich die Wallfahrer beim Pilgerfrühstück, ehe sie im Anschluss den Kreuzweg beteten. Zum Abschluss sangen alle gemeinsam das Eggeroder Wallfahrtslied „Glorwürdge Königin“.

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