Ganze Welt auf einem Hof

Heek Afrikanische Masken, indische Möbel, englische Tiffany-Lampen und anderes geschmackvoll platziertes Kunsthandwerk schmückt die ehemalige Werkstatt auf dem Bauernhof in Wichum. Renate Weilinghoff hat sich mit ihrem "Hof und Gartenflair" einen Traum erfüllt.

18.07.2008, 18:16 Uhr / Lesedauer: 1 min

<p>Renate Weilinghoff in ihrem Ausstellungsbereich "Engel und Trolle".  MLZ-Fotos (3) Bütterhoff</p>

<p>Renate Weilinghoff in ihrem Ausstellungsbereich "Engel und Trolle". MLZ-Fotos (3) Bütterhoff</p>

Doch bis zu der Entstehung des "Kunstbauernhofs", der morgen eröffnet wird, war es ein weiter Weg: Denn 25 Jahre lang hatte Renate Weilinghoff als Reisebürokauffrau mehrere Reisebüros in Goslar geführt.

Eine große Leidenschaft für Dekorationen und Möbel aus aller Welt, die sie auf ihren Reisen in England, Indien und Afrika entdeckte und erstand, hatte sie schon zu dieser Zeit entwickelt. Auch ihren Freunden und Bekannten fielen die besonderen Stücke in ihrer Wohnung ins Auge. Vor allem dieses Interesse brachte sie, auf die Idee, in Goslar einen eigenen Laden zu eröffnen, um auch anderen die Möglichkeit zu geben, die Kunstwerke aus fremden Ländern zu erstehen.

Als sie jedoch den Landwirt Hubert Weilinghoff vor etwa zwei Jahren kennen lernte, änderte das alles: "Ich folgte sozusagen dem Ruf der Liebe und damit Hubert auf seinen über 300 Kilometer entfernten Bauernhof", berichtet Renate.

Landluft geschnuppert

Aus der Kauffrau, die zuvor nur das Stadtleben gekannt hatte, wurde dort rasch eine waschechte Bäuerin. Doch ihre Leidenschaft für Kunsthandwerk und ihre Sehnsucht nach Reisen in fremde Länder blieben. Die positiven Reaktionen ihrer Freunde bezüglich ihrer Einrichtung weckten in ihr schließlich erneut den Wunsch nach einem eigenen Laden. Diesen Traum erfüllte ihr der Ehemann, der seine Werkstatt räumte und ihr somit den nötigen Raum verschaffte.

Renate Weilinghoff begann, ihre früheren Ansprechpartner, zum Beispiel in Indien und Afrika, zu kontaktieren, um wieder einen Handel auf die Beine zu stellen. "Sie waren unglaublich überrascht, von mir zu hören", erzählt sie. "Aber alle waren auch sehr hilfsbereit. Dank ihrer Hilfe konnte ich mein altes Leben zu mir auf den Bauernhof holen." aks

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