Ganz viel Wärme in Eis und Schnee

Heek Hundeschlitten, Bären und viel Schnee. Das stellte sich Carolin Kösters (17) vor, als ihr im August letzten Jahres das Youth for Understanding (YFU) Komitee die Stadt Eagle River in Alaska als Ort ihres einjährigen Auslandsaufenthalts mitteilte.

11.07.2008, 18:11 Uhr / Lesedauer: 2 min

<p>Carolin mit Vater Hermann Kösters (l.) bei dessen Besuch und ihren Gasteltern. </p>

<p>Carolin mit Vater Hermann Kösters (l.) bei dessen Besuch und ihren Gasteltern. </p>

Dabei hatte sie bei ihrem Wunschziel USA eher daran gedacht, die warme Sonne in Kalifornien, Arizona oder auf Hawaii genießen zu können. Da drei Wunschziele angegeben werden konnten, der Zielort jedoch erst kurz vor Beginn der Reise mitgeteilt wurde, erfuhr auch Carolin gerade einmal vier Tage vor ihrem Flug, dass sie in Alaska leben würde. "Ich war total nervös, denn es war mein allererster Flug, noch dazu ohne Begleitung. Auch mit meiner zukünftigen Gastfamilie hatte ich nur einmal telefoniert und ein paar Mal geschrieben."

Familie Leonard, die sie am 24. August am Flughafen in Eagle River abholte, sah sie jedoch von Beginn an so selbstverständlich als einen neuen Teil ihrer Familiengemeinschaft an, dass sie leichtes Heimweh und anfängliche Verständnisprobleme auf beiden Seiten schnell überwand. Zusammen mit ihrer fast gleichaltrigen Gastschwester besuchte sie eine Highschool, eine Art Gesamtschule, in der sie am normalen Unterricht teilnahm und viele Kontakte schließen konnte.

Das freundliche Wesen ihrer Mitschüler, der Stadtbevölkerung und besonders ihrer Gastfamilie sorgte dafür, dass Carolin sich sogleich wohlfühlte. Ihre anfänglichen Bedenken bezüglich des Schnees und der Kälte verschwanden rasch - an ihre Stelle trat Faszination angesichts der wunderschönen Landschaft. "An das Klima habe ich mich echt schnell gewöhnt, nach kurzer Zeit kam es mir völlig normal vor", erzählt Carolin.

Bei den häufigen Ausflügen mit ihrer Gastfamilie machte sie ganz besondere Erfahrungen. So überließ ihr bei einem Rundflug der Pilot, ein Bekannter der Familie, für eine kurze Zeit die Steuerung. Auch wurde sie bei einem Hunderennen Zeuge davon, wie sechs bis acht Huskies je Schlitten ihr Können und ihre Ausdauer bewiesen.

Doch nicht nur Hunde liefen Carolin in Alaska über den Weg: Bei einem Spaziergang in der Stadt begegnete sie einem Einwohner, der sein Rentier wie selbstverständlich an der Leine führte. Auch Bären in den Mülltonnen der Nachbarn und Elche in den Gärten waren keine Besonderheiten.

Eine völlig andere Seite Amerikas, den Lärm und die Hektik einer Großstadt, lernte Carolin aber auch kennen, als sie die kalifornische Metropole Los Angeles mitsamt Stadtteil Hollywood besuchte. akswww.YFU.de

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