Schon bald soll die erste digitale Bushaltestelle in Heek in Betrieb gehen. © Till Goerke
ÖPNV

Erste digitale Bushaltestelle in Heek: Jetzt steht der Startschuss bevor

In Großstädten gehören sie schon lange zum Stadtbild – so genannte DFI-Anlagen. Es ist eine Serviceleistung für Fahrgäste. Auch in Heek soll schon bald eine solche Anlage in Betrieb gehen.

Eigentlich hätte es schon längst digital und dynamisch werden sollen an der Bushaltestelle „Rathaus“ in Heek. Seit Monaten plant der Regionalverkehr Münsterland (RVM) dort eine sogenannte dynamische Fahrgastinformation (DFI-Anzeige) zu installieren. Jetzt hat sich etwas getan.

Die Grundvoraussetzungen sind geschaffen. Die DFI-Anlage als solche wurde aufgestellt. Nicht wie ursprünglich mal geplant an der Haltestelle „Donnerberg“, sondern jetzt eben vor dem Rathaus. Die Haltestelle ist laut RVM stärker frequentiert und biete sich darum besser an. Nur wann geht die Anlage in Betrieb?

Fertigstellung noch im März geplant

„Geplant ist die Fertigstellung in der zehnten oder elften Kalenderwoche“, sagt RVM-Pressesprecher Tino Nitsch auf Redaktionsanfrage. Also in den kommenden zwei Wochen. Dann wird es auch in Heek das geben, was in Großstädten schon lange zum Standard gehört.

Im Kreis Borken gibt es solche Anlagen aber auch schon – beispielsweise in Vreden oder Borken. Und seit Kurzem auch in den Heeker Nachbarkommunen Schöppingen und Gronau, wie Tino Nitsch berichtet. Dass sich in Heek alles seit Monaten hinzieht, hat laut RVM eine Vielzahl von Gründen.

Ein Zusammenspiel von viele Akteuren

„Es handelt sich immer um ein Zusammenspiel von mehreren Akteuren“, erklärt der Pressesprecher. Dazu zählen bauliche Belange, der Stromversorger Westnetz und die Datenbereitstellung aller Verkehrsunternehmen, die an der DFI-Anlage partizipieren möchten.

Hake es an einer Stelle, verzögere dies den gesamten Prozess. Auch sei die Corona-Pandemie „nicht förderlich für den Prozess gewesen“. Ursprünglich waren Installation und Inbetriebnahme für Anfang 2020 geplant. Dann hieß es seitens RVM Ende 2020 und jetzt wird es der März 2021.

DFI-Anlage als Service für Fahrgäste

Und was bringt jetzt so eine DFI-Anlage? Diese überträgt in Echtzeit die exakte Ankunftszeit eines Busses – als zusätzliche Serviceleistung für Fahrgäste. Trifft ein Fahrgast einmal ein oder zwei Minuten später an der Haltestelle ein, so sieht er laut RVM direkt, ob seine Linie schon abgefahren ist oder eben nicht.

Übrigens fördert der Nahverkehr Westfalen-Lippe 90 Prozent der Gesamtkosten, die für die Aufstellung der Anlagen in allen vier Münsterlandkreisen anfallen. „Das entspricht 977.400 Euro“, so Tino Nitsch.

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