Einblicke aus dem Corona-Alltag: Hund Luna genießt die Aufmerksamkeit

KOLUMNE ZUM CORONAVIRUS

Das Coronavirus bringt das öffentliche Leben zum Stillstand. Schule und zuhause – auf dem Hof der Familie von Simone Schulze Beikel in Legden ist das nicht anders. Warum der Hund sich freut.

Legden

von Simone Schulze Beikel

, 24.03.2020, 19:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Simone Schulze Beikel und Hund Luna auf einem der vielen Spaziergänge durch die Landschaft.

Simone Schulze Beikel und Hund Luna auf einem der vielen Spaziergänge durch die Landschaft, für die sich die Legdenerin und ihre Familie im Moment zu Zeiten der Corona-Krise mehr Zeit nehmen als sonst. © privat

„Homeschooling und -office“ dank Corona, Woche zwei! Um nicht vollständig die Routine zu verlieren, frühstücken wir gemeinsam um kurz nach 7 Uhr. Noch fühlt es sich an wie Urlaub oder Wochenende… Doch dieses Gefühl verfliegt, sobald sich die Kinder an ihre Schularbeiten begeben.

Bei einem gibt es noch Schwierigkeiten mit dem Intranet der Schule, das morgens scheinbar etwas überlastet ist. Also erst mal nach draußen, alle Tiere versorgen und eine Runde ausreiten. Das nächste Kind hat eine Frage zu einer Matheaufgabe – puh, da muss ich auch erst mal überlegen wie das noch mal mit den Brüchen geht. Dank Google kann alles gelöst werden.

Das dritte Kind findet Schule zuhause einfach blöd! Alle drei Kinder vermissen schon nach drei Tagen ihre Freunde und auch der sonst eher unbeliebte Unterricht wird herbeigesehnt.

Homeoffice mit Kindern ist fast so wie Hausarrest

Beim Verlassen des Hauses zur Arbeit erhasche ich den neidischen Blick meines Mannes, Homeoffice mit Kindern fühlt sich ein bisschen so an wie früher Hausarrest. Der Einzige, der die Situation sichtlich genießt, ist unser Hund Luna. So viel Aufmerksamkeit und so viele Gassi-Runden, weil jemandem die Decke auf den Kopf fällt, gab es noch nie.

Waren die Nachmittage sonst prall gefüllt mit den Aktivitäten der Kinder – Musikschule, Reiten, Jugendorchester, Badminton oder Verabredungen, irgendwas stand immer im Kalender – haben wir jetzt tatsächlich mal Zeit. Also noch ‘ne Runde mit dem Hund. Der freut sich. Dann ein kurzer Anruf bei den Großeltern, ob nach wie vor alles in Ordnung ist?!

„Eigentlich geht uns gut“

Und abends sitzen wir gemeinsam vor dem Fernseher und sehen in den Nachrichten, was der Coronavirus in anderen Teilen der Welt auslöst, und sind uns einig: Eigentlich geht uns gut. Wir haben genug zu essen, sind alle noch gesund und können uns, dank der Tatsache das wir auf dem Land leben, noch sehr frei bewegen. Ich bin mir sicher: Morgen früh, wenn unser „neuer Corona-Alltag“ von vorne beginnt haben wir das wieder vergessen…

In der Coronavirus-Kolumne berichten unsere Mitarbeiter regelmäßig aus ihrem (Arbeits-)Alltag oder verraten Tipps.