Dynamische Entwicklung: Corona-Infektionen steigen in Heek weiter stark an

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Seit gut zwei Wochen steigen die Infektionszahlen in Heek gemessen an der Größe der Kommune stark an. Zwar gilt das Infektionsgeschehen als diffus, doch im Heeker Fall gibt es Erklärungsansätze.

Heek

, 19.11.2020, 18:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Längst hat es auch Heek mit Blick auf das Corona-Infektionsgeschehen voll erwischt. Seit knapp zwei Wochen steigt die Zahl der Infizierten Tag für Tag an. Gemessen an der Größe der Gemeinde sogar stark. Waren es am 8. November noch sechs Infizierte, sind es jetzt (Stand 19. November) 57 Fälle. Und obwohl das Infektionsgeschehen im Kreis als größtenteils diffus gilt, gibt es für die Entwicklung in Heek Erklärungsansätze.

Im Mittelpunkt der Erklärung steht der Corona-Ausbruch im Seniorenheim St. Ludgerus. 9 Mitarbeiter und 13 Bewohner, so der aktuelle Stand, haben sich dort mit dem Virus infiziert. Das ergab zuletzt ein vom DRK durchgeführter Massentest. Am Mittwoch (18. November) erfolgte der zweite Massentest. Das bestätigt der Kreis auf Anfrage. Die Ergebnisse stehen noch aus.

Folgeinfektionen spielen eine Rolle

Ganz unabhängig von den ausstehenden Ergebnissen sind jedoch einige der zwölf Neuinfektionen seit dem vergangenen Wochenende dem Infektionsgeschehen im Seniorenheim zu zuordnen. Auch das bestätigt der Kreis. „Es sind Folgeinfektionen im Zusammenhang mit dem Infektionsgeschehen im Seniorenheim“, sagt Kreis-Pressesprecherin Ellen Bulten. „Das Infektionsgeschehen ist leider noch sehr dynamisch.“

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Auf die konkreten Einzelfälle geht die Pressesprecherin aus Datenschutzgründen nicht ein, aber sie erklärt: „Wenn zum Beispiel ein positiv getesteter Mitarbeiter des Seniorenheims in Heek wohnt, kann das natürlich zu einer interfamiliären Weitergabe des Virus führen.“

Zwei Coronafälle an Nienborger Grundschule

Auch gibt es zwei Infektionsfälle an der Bischof-Martin-Grundschule. Das bestätigt die Kreis-Pressesprecherin auf Nachfrage. „Uns lagen die positiven Befunde der zwei Schüler am 13. November vor.“ Die Kinder befinden sich in Quarantäne und zählen zu den aktuell 57 infizierten Personen in Heek. Auch seien, so Ellen Bulten, die engen Sitznachbarn der Kinder getestet worden. „Uns liegen aber keine Informationen über eine Weiterverbreitung vor.“

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In den meisten Fällen, das betont Ellen Bulten, sei es bei Infektionsfällen in Schulen so, dass dies „Einträge von außen“ seien. Das zeige, dass die Schutzmaßnahmen in den Schulen greifen würden. Dort werde das Virus in der Regel nicht weitergegeben. Das gilt dementsprechend auch für die Heeker Schulen.

Und abgesehen von den Vorfällen mit Ludgerus-Haus gebe es in Heek auch kein weiteres, großes Infektionsgeschehen. „Oft können wir auch nicht klären, wo einzelne Infektionen herkommen, da es die Betroffenen nicht mal selbst genau wissen“, so die Kreis-Pressesprecherin.

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