„Dann ging es sehr schnell“: Flüchtlingsfamilie findet ein neues Zuhause in Heek

dzUnterkunft für Flüchtlingsfamilie

Die siebenköpfige Flüchtlingsfamilie, die durch Sturmtief „Sabine“ ihre Unterkunft verloren hatte, bekommt nun eine neue Bleibe. Mit dem Vermieter hatte die Gemeinde schon früher Kontakt.

Heek

, 14.02.2020, 17:35 Uhr / Lesedauer: 2 min

Während Sturmtief „Sabine“ in vielen Teilen des Münsterlandes doch nicht so schwer wütete wie im Vorfeld angenommen, traf es eine siebenköpfige Flüchtlingsfamilie in Heek dafür umso schwerer. Der Sturm riss am Sonntagabend, 9. Februar, den Giebel ihres Hauses an der Ludgeristraße zu Boden. Nun konnte die Gemeinde Heek allerdings Positives vermelden: Ein neues Zuhause ist gefunden.

Bereits am Tag nach dem Unglück begannen die Abrissarbeiten. Die Bausubstanz war nicht zu erhalten. Die Schäden am Gebäude waren zu groß. Es bestand ein zu hohes Sicherheitsrisiko, dass eine weitere Sturmböe Teile des Daches herausreißen und damit benachbarte Gebäude beschädigen könnte.

Notunterkunft an der Brinkstraße war eine „absolute Notlösung“

Der Vater der Familie holt am Montagmorgen nur die wichtigsten Dinge aus der Wohnung, für mehr ist keine Zeit. Der Rest, beispielsweise die Möbel, blieben zurück. Die Suche nach einem neuen Zuhause, in dem sie sich wieder sicher und geborgen fühlen können, hatte seit dem Sturm oberste Priorität.

Die Familie wurde in einer Notunterkunft an der Brinkstraße untergebracht. Das Haus sei aber nur eine „absolute Notlösung“, hatte Bauamtsleiter Herbert Gausling am Mittwoch gesagt. Doch mehr konnte auf die Schnelle nicht organisiert werden – auch aufgrund der Größe der Familie.

Nun steht aber fest: Die siebenköpfige Familie wird nur noch das Wochenende in der Unterkunft verbringen müssen. „Wir haben eine neue Bleibe gefunden“, freute sich Doris Reufer von der Gemeinde. Bereits am Montag steht der Umzug an, verriet sie. Das neue Zuhause der Familie bleibt Heek. Das war auch der Wunsch aller, da dort alle Kinder zur Schule gehen, erklärt Reufer.

Die Gemeinde Heek hilft mit „Manpower“ beim Umzug

Die Familie wird nun in einem „normalen Einfamilienhaus“ unterkommen. Kontakt mit dem Vermieter habe sie schon vor längerer Zeit gehabt, verrät sie. Doch damals klappte die Vermittlung dann nicht. Generell sei es „schwierig, für eine siebenköpfige Familie in Heek Wohnraum zu finden“.

Dann habe es aber nach dem Unglück an der Ludgeristraße wieder Kontakt gegeben. „Und dann ging es sehr schnell“, erzählte Doris Reufer. Dass die Wohnungssuche nun erfolgreich war, sorgte für Erleichterung auf allen Seiten. „Wir als Gemeinde und die Familie sind heilfroh“, sagte sie. Ihr Dank galt vor allem dem Vermieter, aber auch „allen, die die Familie unterstützt haben“.

Am Montag wird die Familie auch vom Heeker Bauhof Unterstützung erhalten. „Wir werden Manpower bereitstellen“, sagte Doris Reufer. Unter anderem würden Mitarbeiter der Gemeinde helfen, eine Küche im neuen Zuhause der Familie einzubauen.

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