Familie van den Dungen ist mit Hund Fox im Wald unterwegs. Die „Karriere“ des Welpen ist schon vorgezeichnet. © Ingo Trawinski
Coronavirus

Corona-Projekt Hund: Auch in Heek gibt es immer mehr Vierbeiner

Corona und Hund – das passt irgendwie zusammen. In immer mehr Haushalten sind die Vierbeiner seit dem Beginn der Pandemie zu finden. Auch in Heek. Doch was bedeutet das für die Gemeinde?

Wegen der Corona-Pandemie sind die Deutschen auf den Hund gekommen. Mehr Zeit durch Homeoffice und weniger Freizeitmöglichkeiten führen nachweislich dazu, dass in immer mehr Haushalten ein Hund zu finden ist. Auch in Heek ist die Zahl der angemeldeten Hunde kontinuierlich gestiegen. Und das schon über Jahre.

Aber: „Gefühlt ist die Zahl der Hunde in den letzten Monaten noch einmal deutlich gestiegen.“ Das sagt Ordnungsamtsleiterin Doris Reufer auf Anfrage der Redaktion. Aktuell sind 1100 Hunde in Heek angemeldet. Diese teilen sich in 770 kleine und 330 große Hunde auf. Ein Teil dieser Hunde sei, so Doris Reufer, sicherlich auch unmittelbar auf die Corona-Zeit zurückzuführen.

Ein Hund für die Bundespolizei

Auch bei Familie Kruthoff aus Heek hat es „Familiennachwuchs“ gegeben: Der Mischlingswelpe „Socke“ hält die Familie seit einigen Wochen auf Trab. „Die Kinder haben sich schon länger einen Hund gewünscht“, berichtet Vater Jürgen „ Weil wir aktuell mehr Zeit haben und sowieso viel draußen unterwegs sind, haben wir jetzt Ja gesagt“.

Einige Straßen weiter bei Familie van den Dungen ist Hund Fox eingezogen. Der Welpe dient hier allerdings nicht nur dem Freizeitvergnügen. Vater Patrick arbeitet bei der niederländischen Bundespolizei und bildet den Hund für seine tägliche Arbeit aus. Somit ist Fox auch Mitglied der Königlichen Marechaussee und für die Verteidigung niederländischer Objekte und Grenzen tätig.

42.500 Euro Hundesteuer

Da für die Vierbeiner eine Hundesteuer fällig wird, ist diese im Corona-Jahr 2020 auf Bundesebene in ungeahnte Höhen gestiegen. In der Dinkelgemeinde fällt das noch nicht ins Gewicht. 42.500 Euro nahm die Gemeinde Heek im vergangenen Jahr ein. Kein großer Unterschied zu den Vorjahren.

Ordnungsamtsleiterin Doris Reufer macht derweil deutlich, dass jeder Hund in der Gemeinde ordnungsgemäß bei der Verwaltung angemeldet werden muss. Mit dem Nachsatz, dass es in nächster Zeit verstärkt Kontrollen zu Kontrollen auf dem Gemeindegebiet kommen werde. Stichwort Steuermarkenkontrolle.

Wenig Ärger mit Kot auf den Straßen

Positiv: Vermehrte Bürgerbeschwerden zu Hundekot auf öffentlichen Wegen und Plätzen gibt es laut Doris Reufer derzeit nicht. Vereinzelte Beschwerden hingegen gehörten allerdings zum Tagesgeschäft. Dabei wirkt die Verwaltung dem potenziellen Problem aber auch ganz gezielt entgegen. Offenkundig mit Erfolg.

Schon seit einigen Jahren schon gibt es im Gemeindegebiet Spender mit Hundekotbeuteln. Diese werden, so Doris Reufer, auch gut angenommen. Dementsprechend habe das auch zu einem spürbaren Rückgang der Beschwerden geführt.

Übrigens: Erwischen die Ordnungsamt-Mitarbeiter einen Halter auf frischer Tat, wie er den Haufen seines Hundes nicht entfernt, wird ein Ordnungsgeld fällig. Mit 35 Euro wird der Halter dann zur Kasse gebeten.

Dorsten am Abend

Täglich um 19:00 Uhr berichten unsere Redakteure für Sie im Newsletter über die wichtigsten Ereignisse des Tages.

Informationen zur Datenverarbeitung im Rahmen des Newsletters finden Sie hier.