Corona-Krise: Rathaus macht strenge Vorgaben für das öffentliche Leben

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Das Coronavirus breitet sich immer weiter aus. Noch ist Heek mit Blick auf eine offizielle Infektion verschont geblieben. Damit das so bleibt, gibt es weitere restriktive Vorgaben.

Heek

, 17.03.2020, 17:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Ausbreitung des Coronavirus schreitet voran. Ein Ende ist aktuell nicht in Sicht. Die Zahl der bestätigten Infektionen im Kreis Borken nähert sich der 100er-Marke (Stand 17. März). Die Dinkelgemeinde ist bislang offiziell verschont geblieben. Damit das möglichst lange so bleibt, gelten ab sofort noch restriktivere Vorgaben. Auch das Rathaus schließt.

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Und wenn schon das repräsentativste Gebäude der Dinkelgemeinde schließt, zeigt das, wie ernst die Lage ist. Dabei ist Heek bei weitem nicht die erste Kommune, die diesen Schritt geht. So sind auch in der Nachbargemeinde Legden die Türen des Rathauses dicht. „Wir fahren die Sicherheitsvorkehrungen deutlich hoch“, stellt Bürgermeister Franz-Josef Weilinghoff auf Anfrage klar.

Mitarbeiter der Verwaltung sind isoliert

So habe man, so schildert es der Bürgermeister, bereits auch Mitarbeiter der Verwaltung nach Hause geschickt. Stichwort: Isolation. Das betrifft jene Mitarbeiter, die aus Risikogebieten zurückgekehrt sind – beispielsweise aus dem Skiurlaub in Österreich. „Es ist eine reine Sicherheitsmaßnahme. Wir haben unsere Mitarbeiter gebeten, Zuhause zu bleiben.“

Ein konkreter Anhaltspunkt, dass sich eine der Personen infiziert haben könnte, läge derzeit nicht vor. Es handele sich auch nicht um eine Quarantäne. „Wir müssen aber angemessen reagieren. Auch vor dem Hintergrund, dass der Betrieb im Rathaus aufrecht erhalten werden muss“, so der Bürgermeister. Allerdings deutlich eingeschränkt.

Strenge Vorgaben für das öffentliche und private Leben

So sollen möglichst alle Anliegen der Bürger telefonisch oder per Mail bearbeitet werden. Persönliche Termine sind nur noch in absoluten Ausnahmefällen und nach vorheriger Rücksprache möglich. „Das Rathaus ist besetzt. Die Kollegen sind vor Ort“, so Weilinghoff. Man arbeite aufgrund der dynamischen Entwicklung zudem an einem Notfallplan.

Dazu gilt ab sofort:

  • Neben Schulen und Kindergärten sind auch der Eppingsche Hof, das Jugendhaus ZaK, das Haus Hugenroth sowie die Sporthallen der Gemeinde geschlossen.
  • Veranstaltungen, unabhängig von der Teilnehmerzahl und dem Ort, dürfen nicht mehr durchgeführt werden.
  • Der traditionelle Hasensonntag“ am 22 März fällt aus und damit auch der verkaufsoffene Sonntag.
  • Der Bürgerbusverein Heek-Legden-Ahaus hat seinen Betrieb eingestellt.
  • Schank- und Speisewirtschaften, hierzu gehören Restaurants, Imbissbuden und Eisdielen, dürfen nur unter hohen Auflagen öffnen.
  • Fahrschulen und Spielplätze müssen geschlossen werden. Zusammenkünfte in Sportvereinen sowie sonstigen Sport- und Freizeiteinrichtungen sind untersagt.

Grundlage dieser Vorgaben sind das Abstimmungstreffen der Bürgermeister der kreisangehörigen Kommunen mit Landrat Dr. Zwicker im Kreishaus (16. März). „Ich appelliere an alle, sich an die Vorgaben zu halten. Die Situation ist sehr ernst. Das muss jedem klar sein“, so Franz-Josef Weilinghoff im Gespräch mit der Redaktion. Und: „Jeder Einzelne ist hier in der Verantwortung, einen Beitrag zu leisten, die Ausbreitung des Virus zu verhindern.“

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