Corona-Hilfe Heek: „Wir sind noch da und stehen parat bei Bedarf!“

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Für alle, die in Heek unter Quarantäne stehen oder aus Angst vor einer Infektion nicht mehr einkaufen gehen möchten, gibt es nach wie vor eine ganz besondere Gruppe, die ihre Hilfe anbietet.

Heek

, 01.11.2020, 07:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Mit voller Wucht hat die zweite Welle der Corona-Pandemie den Kreis Borken getroffen. Die Infektionszahlen schnellen in die Höhe. In Heek gestaltet sich die Situation mit aktuell drei Infektionen (Stand 01.11) noch überschaubar, aber auch in der Dinkelgemeinde stehen deutlich mehr als diese drei Personen unter Quarantäne. Und genau diesen Personen greift die Corona-Hilfe nach wie unter die Arme.

„Wir sind noch da und stehen nach wie vor parat bei Bedarf“, sagt Elisabeth Voss im Gespräch mit der Redaktion. Zusammen hatte sie mit Sarah Vortkamp als die Coronakrise Anfang des Jahres so richtig an Fahrt aufnahm, die so genannte Schnittstelle für Einkaufshilfe ins Leben gerufen. Daran angeschlossen ist die örtliche Facebookgruppe „Corona-Hilfe in der Gemeinde Heek“. Beachtliche 561 Mitglieder hat die Gruppe.

Ein kleiner Kern Helfer ist noch da

„Im Moment ist es zum Glück noch ruhig hier in Heek, aber wir wissen ja nicht, wie es sich weiterentwickelt“, führt Elisabeth Voss aus. Darum sei sie nach wie vor zusammen mit Sarah Vortkamp im Einsatz, wenn es darum gehe, Personen, die in der Dinkelgemeinde unter Quarantäne stehen, eine Einkaufshilfe zu vermitteln. „Nicht jeder hat hier Familie und Verwandtschaft, auf die er zurückgreifen kann.“

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Auch Personen, die zur Risikogruppe gehören und Sorgen haben, ihre Einkäufe zu erledigen, können sich bei den beiden Initiatorinnen der Corona-Hilfe melden. Entweder über die Facebookgruppe oder telefonisch bei Elisabeth Voss. Von den ehemals 16 Helfern stehe aktuell noch ein kleiner Kern für Einkaufsbotengänge zur Verfügung.

Wer die Einkaufshilfe in Anspruch nehmen möchte, kann sich täglich am besten zwischen 10 und 15 Uhr bei Elisabeth Voss unter (02568) 2133 oder (0151) 15290129 melden. Oder über die Facebook-Gruppe „Corona-Hilfe in der Gemeinde Heek“.

Helfer werden gesucht

Dass es mittlerweile weniger als zu Beginn sind, hat unter anderem damit zu tun, dass einige junge Helfer studienbedingt die Gemeinde verlassen haben. Hilfe ist also jederzeit willkommen. „Wenn also jemand noch Lust hat, uns zu unterstützen, würden wir uns sehr darüber freuen“, so Elisabeth Voss. Je mehr Helfer es gebe, desto leichter falle auch die Koordination.

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Zur Erklärung: Elisabeth Voss und Sarah Vortkamp vermitteln nach Anfrage einen in der Nähe wohnenden Helfer an die Person, die Einkaufshilfe benötigt. Ganz wichtig sei, das betont Elisabeth Voss mit Nachdruck, dass sich niemand der Helfer initiativ an der Haustür melde. „Sarah und ich vermitteln die Helfer und teilen demjenigen, der angefragt hat, auch den Namen im Vorfeld mit.“ Es sei eine Sicherheitsvorkehrung, um Kriminellen nicht Tür und Tor zu öffnen.

Auslieferung erfolgt kontaktlos

Zur Beruhigung aller: Zu derartigen Vorfällen ist es bisher in Heek auch nicht gekommen. Rund 40 Personen haben bisher schon das Hilfsangebot in Anspruch genommen. Wichtig: Die Auslieferung der Einkäufe erfolgt kontaktlos. „Die Einkäufe werden vor die Tür gestellt“, erklärt Elisabeth Voss. Die Helfer tragen Mund-Nasen-Schutzmasken und Handschuhe. Aller läuft streng hygienisch ab.

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Die Einkaufsliste kann entweder telefonisch oder per Facebook-Nachricht durchgegeben werden. „Unsere Helfer holen aber auch einen Zettel an der Haustür mit den Wünschen ab.“ Letztlich könne das jeder so machen, wie es ihm beliebt und auskommt, so Elisabeth Voss. Und dabei müsse sich niemand Sorgen machen, dass Namen an die Öffentlichkeit gelangen würden. „Es bleibt alles anonym. Es dringt nichts nach außen.“

In Heek ist man jedenfalls bereit, einkaufstechnisch zu helfen, so es das Infektionsgeschehen wieder erforderlich machen sollte. „Der Bedarf war ja auch schon da“, so Elisabeth Voss.

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