Comedian Ole Lehmann rät dem Publikum in der Landesmusikakademie, nicht zu ernst zu sein

Gefeierter Auftritt

Ole Lehmann begeistert erstmals mit Soloprogramm das Nienborger Publikum.

Heek

von Sarah Vortkamp

, 12.04.2019 / Lesedauer: 2 min
Comedian Ole Lehmann rät dem Publikum in der Landesmusikakademie, nicht zu ernst zu sein

„Wir sollten respektvoll, tolerant und homofröhlich durch die Welt gehen“, riet Ole Lehmann dem Publikum.

Der preisgekrönte Comedian Ole Lehmann hat am Donnerstagabend sein Publikum mit dem Programm „Homofröhlich“ in der Landesmusikakademie begeistert. Nachdem er im vergangenen Jahr die Moderation der Heeker Lachnacht übernommen hat, stand er nun mit seinem Soloprogramm auf der Bühne.

Der gebürtige Hamburger, der mit seinem Partner in Berlin wohnt, berichtete über die freie, genaue Beobachtung des Menschen: So erzählte er von der Folter und den Schmerzen, die ihm bei seiner ersten Thai-Massage zugefügt wurden, von Ökotussen und Körnerfressern im Biosupermarkt, die mit einer dreistufigen Rolltreppe von A nach B im Laden fahren müssen, um totgestreicheltes Fleisch für acht Euro pro Gramm zu erhaschen, und der Ziegenkäseverkäuferin „Stöckchen“, die den überteuerten Ziegenkäse nicht an Schwangere verkaufen darf. Der Comedian stellte dabei fest, dass die Menschen das Leben mit mehr Fröhlichkeit und Leichtigkeit leben müssen, es sei schließlich schon ernst genug. So dürfe man auch mal vor Freude im Supermarkt wie ein Kind hüpfen und sich an den Kleinigkeiten erfreuen. Seine Message: „Wir sollten respektvoll, tolerant und homofröhlich durch die Welt gehen.“

Musicalausbildung

Mit seiner Tenorstimme füllte der gelernte Musicaldarsteller den gesamten Konzertsaal der Landesmusikakademie und unterstrich seine perfekt sitzenden Pointen. „Wir sind Stammkunden, es war mal wieder schön“, berichtete die Nienborgerin Renate Schuckenbrock nach der Veranstaltung. Ihr Mann Frank ergänzte, dass man es näher ja nicht kriegen könne, wobei auch viele Auswärtige da seien. Der fast ausverkaufte Saal gab den Organisatoren um Kulturmanagerin Heidi Schiller Recht.

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