Bürgerwindpark Wexter Mark bekommt einstimmiges Votum im Rat

Gegenwind flaut ab

Am Ende ging es dann doch ganz leicht: Der Rat gab einstimmig grünes Licht für zwei vom Bürgerwindpark Wexter Mark geplante Windenergieanlagen. Mit metergenauen Abstandsangaben nahm Bauamtsleiter Herbert Gausling den Skeptikern den Wind aus den Segeln.

HEEK

, 28.09.2016, 18:17 Uhr / Lesedauer: 2 min
Bürgerwindpark Wexter Mark bekommt einstimmiges Votum im Rat

Noch steht der Mais, doch künftig soll sich hier eines der Windräder für den Bürgerwindpark Wexter Mark drehen.

Eine der Anlagen sei gegenüber früheren Planungen näher an die Wexter Siedlung herangerückt, vermutete Hermann Mers im Vorfeld der Sitzung. Der CDU-Ratsherr hatte bereits in der vorbereitenden Bauausschusssitzung Skepsis geäußert. Auf bis zu 150 Meter Unterschied schätzte er die Veränderung – bei einer geplanten Nabenhöhe von 149 Metern keine Kleinigkeit. Mers, der selbst Bewohner der Wexter Siedlung ist, erklärte nach der Bauausschusssitzung gegenüber der Münsterland Zeitung, er wolle sich mit den Nachbarn über weitere Schritte beraten.

Entfernungen aufgedröselt

Bauamtsleiter Herbert Gausling sah sich daraufhin in der folgenden Ratssitzung veranlasst, die Entfernungen zur Siedlung genau aufzudröseln, und zwar metergenau bis zur „Außenkante der Wohnhäuser“: 630 Meter seien es zwischen der geplanten Anlage am Gerdwissingweg und Hausnummer 55, 635 bis zur Hausnummer 57 und jeweils 645 zu den Häusern mit den Nummern 54, 56 und 58. „Wir haben damit mehr als den dreifachen Abstand“, erklärte er, „jeweils bezogen auf die Höhe der Anlage“.

Auf Anregung von Walter Niemeyer (CDU) wurden die genauen Abstandsangaben ins Sitzungsprotokoll übernommen, „damit sich jeder Bürger selbst davon überzeugen kann.“ Reinhard Brunsch (SPD) interessierte die Frage: „Ist damit das Maximum an Entfernung schon ausgeschöpft?“

Probleme mit dem Schall

Darauf erläuterte Gausling noch einmal den „aufwendigen Prozess“, der der Planung vorausgegangen sei. „Es sind viele Dinge, die im Planungsprozess eine Rolle spielen“, erklärte er. Gausling nannte beispielhaft das Schallschutzgutachten. Darum sei die weiter nördlich geplante Anlage mit einer Gesamthöhe von 192 Meter auch nicht so hoch wie die, die der Siedlung am nächsten liegt (Nabenhöhe 149, Gesamthöhe 206 Meter), „weil es da Probleme mit Schall gab“. Die jetzt vorgestellten seien „optimierte Standorte, die nicht ohne weiteres verändert werden können“.

Wolle man die Standortfrage neu aufrollen, „müssten die kompletten Genehmigungsunterlagen verändert werden, weil ein veränderter Standort Auswirkungen auf den Schallschutz hat“, betonte Gausling, „auch wenn es nur um zehn Meter geht.“ Mers erklärte sich, wie auch alle anderen Ratsmitglieder, damit zufrieden. „Wenn die Leute sehen, dass die Abstände eingehalten werden“, so Mers, „ist das in Ordnung.“

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