Bürgerstiftung sucht noch weitere Bewerber für Pflanzparzellen an der Kämpensiedlung

Insektenparadies

Einige Parzellen gibt es noch: Die Bürgerstiftung sucht Interessenten, die sich um eine Parzelle auf dem Grundstück an der Kämpensiedlung bewerben. Dort soll ein Insektenparadies entstehen.

Heek

, 26.04.2019, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Bürgerstiftung sucht noch weitere Bewerber für Pflanzparzellen an der Kämpensiedlung

Aktuell ist die Fläche noch überwiegend durch Taubnesseln bewachsen. Geht es nach der Bürgerstiftung, sollen dort in Zukunft viele weitere heimische Blühpflanzen sprießen. Einige Parzellen sind dafür aber noch frei. © Falko Bastos

12.000 Quadratmeter Brache an der Kämpensiedlung möchte die Bürgerstiftung Heek-Nienborg in ein Blütenmeer verwandeln (Münsterland Zeitung berichtete). Doch noch sind einige der rund 40 angedachten Parzellen frei. Interessierte können sich jetzt noch um ein Stück der Fläche bewerben. Für wie viele genau noch Platz ist, mag Walter Sosul von der Bürgerstiftung Heek-Nienborg am Donnerstag gegenüber unserer Redaktion nicht abschätzen. „Das liegt ja auch immer daran, wie groß die einzelnen Parzellen werden“, erklärt er. Nur so viel: Auch wenn das Projekt bisher schon gut angelaufen ist, ist noch etwas Platz frei. Die Bürgerstiftung hat deswegen auch die Anmeldefrist noch einmal verlängert. Bis Dienstag, 30. April, können sich Interessierte noch um eine Parzelle bewerben.

Rund 40 Parzellen

Noch einmal zur Projektidee: Jeder Bewerber kann auf dem Grundstück seine Parzelle nach eigenen Vorstellungen mit Blühpflanzen bestücken. Rund 40 Parzellen von mindestens 200 Quadratmetern stehen zur Verfügung. Gegen eine Spende von 120 Euro pro Jahr und Parzelle kann dann jeder selbst zum Gärtner werden. Auch Vereine und Institutionen aus der Gemeinde sollen sich angesprochen fühlen.

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Damit soll ein Lebensraum für Insekten geschaffen werden, der dann schnell sich selbst überlassen werden soll. Denn die haben aktuell immer weniger Lebensraum. Dagegen will die Bürgerstiftung dringend etwas tun: „Es soll eine bunte Vielfalt geben“, hatte die Projektpatin Brigitte Müller bei der Vorstellung vor einigen Wochen gesagt. „Wir wollen keine Gemüse- oder Schrebergärten.“

Umweltthema bewegt

„Man spürt, wie dieses Umweltthema viele Bürger bewegt“, erklärt Walter Sosul. Er möchte möglichen Bewerbern auch direkt die Sorge vor intensiver Arbeit nehmen: Die Aussaat oder Bepflanzung könne sofort nach der Vergabe durch die Bürgerstiftung erfolgen. Dabei unterstützt der Landwirt Paul Weßling die Interessenten. Harken, Gießen oder Hacken sei danach nicht mehr notwendig. „Die Fläche soll sich ja selbst entwickeln“, erklärt Walter Sosul. Auch das Saatgut wird durch die Bürgerstiftung zur Verfügung gestellt. Und auch im Herbst brauchen sich mögliche Interessenten nicht mehr um die Flächen zu kümmern: „Die Parzelle überwintert ungestört, damit die Insekten dort in Pflanzenhalmen oder abgestorbenen Pflanzen ihre Winterruhe halten können“, erklärt Walter Sosul. Er hofft nun darauf, dass sich bis zum Ende der Bewerbungsphase noch einige Interessenten einen Ruck geben.

  • Ansprechpartner für das Projekt sind Walter Sosul, Tel. 0151 / 54 98 15 26 und die Projektpatin Brigitte Müller, Tel. 0160 / 6 36 60 06.
  • Über ihre anderen Projekte informiert die Bürgerstiftung online.
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