Blühwiesen sollen die Dinkelgemeinde erneut farbenfroh und nachhaltig machen

dzÖkologie

Insekten sind ein unverzichtbarer Bestandteil unseres Ökosystems. Um dem Populationsrückgang entgegenzuwirken, gibt es viele Maßnahmen. Daran beteiligen kann sich in Heek jeder.

Heek

, 24.02.2020, 17:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Dass Insekten für unser Ökosystem essenziell sind, steht außer Frage. Um dem Populationsrückgang entgegenzuwirken, kann jeder etwas tun. Kostenloses Saatgut beim Bauamt der Gemeinde abholen, einsäen und sich dann an der Farbenpracht und dem Summen der Insekten erfreuen. Klingt einfach. Und ist es auch. Dennoch haben das in der Dinkelgemeinde 2019 nur sehr wenig Menschen gemacht.

Mal gerade 24 Personen haben im vergangenen Jahr von dem kostenlosen Angebot Gebrauch gemacht. Das ist der Auswertung der Arbeitsgruppe „Blühwiesen“ zu entnehmen. Gemessen an der Einwohnerzahl von 8698 (Stand Januar 2020) entspricht das 0,2 Prozent. Ein ausbaufähiger Wert.

Antrag der SPD-Fraktion brachte den Stein ins Rollen

Dass es überhaupt eine eigene Arbeitsgruppe gibt, geht auf einen Antrag der SPD-Fraktion im Mai 2018 zurück. Darin heißt es: „Wir möchten Sie (Bürgermeister Franz-Josef Weilinghoff – d. Red.) bitten, die Anlegung von Blühstreifen und Blühwiesen auf gemeindeeigenen Grundstücken in den Fokus zu nehmen und die Anstrengungen der Gemeinde auf diesem Gebiet zu erhöhen [...].“

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Hintergrund des Ganzen war unter anderem, dass viele innerörtliche Privatgrundstücke nicht bebaut und als reine Grünfläche angelegt waren. Und zum Teil auch noch sind. Kostenloses Saatgut (ebenfalls Teil des SPD-Antrages) könne dazu beitragen, diese Flächen „bunter“ und ökologisch wertvoller zu machen. So die Eigentümer mitspielen.

Das Saatgut muss mit Bedacht ausgewählt sein

Der Heeker Herbert Moritz (Nabu) schlug in einem Interview mit dieser Zeitung im November 2019 in die gleiche Kerbe. „Hier in Heek gibt es viele unbebaute Grundstücke, die kann man doch ohne Probleme mit Blühpflanzen als Nahrungsquelle für unsere heimischen Insekten und auch Vögel begrünen. Das habe ich bei uns in der Straße auch gemacht.“

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Entscheidend ist dabei natürlich das Saatgut. Darauf weist auch die Arbeitsgruppe in ihrem Sachstandsbericht hin. Es müssen nicht nur regionale Pflanzen, also keine Exoten aus anderen Ländern, sein, sondern ebenfalls trockenresistente Pflanzen sein. Zur Sicherheit. Denn im trockenen Sommer 2019 sind viele Pflanzen gar nicht erst aufgegangen.

Jeder Einzelne kann mithelfen

Der Plan für 2020 sieht vor, dass auf geeignete gemeindeeigene Flächen wieder Blühsaatmischungen ausgebracht werden. Jeder, der Interesse hat, kann sich darüber hinaus beim Bauamt kostenloses Saatgut abholen. 500 Euro sind dafür im Haushalt 2020 eingeplant. Weitere 1000 Euro für Bestellung der Flächen im Gemeindebesitz. Um es mit den Worten von Herbert Moritz zu sagen: „Jeder Einzelne kann ein bisschen mithelfen.“

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