Am Freitag (6. November) vermeldete die Stadt wieder knapp 200 Neuinfektionen. © picture alliance/dpa
Coronavirus

Bewohner im Ludgerus-Haus Heek mit Corona infiziert

Ein 90-jähriger Bewohner des Seniorenheims St. Ludgerus in Heek wurde positiv auf das Coronavirus getestet. Für das Haus wurde ein mindestens zweitägiges Besuchsverbot ausgesprochen.

Ein 90 Jahre alter Bewohner des Seniorenheims St. Ludgerus in Heek hat sich mit dem Coronavirus infiziert. Das hat der Caritasverband Ahaus-Vreden als Träger der Einrichtung am Mittwochabend mitgeteilt. Demnach habe der Bewohner Erkältungssymptome gezeigt und war daraufhin am Montag von seinem Hausarzt getestet worden. Am Dienstagabend stand das Ergebnis fest.

Infizierter Bewohner befindet sich auf seinem Zimmer

Daraufhin wurden weitere Schritte eingeleitet. Wie der Caritasverband mitteilte, befinde sich der Bewohner in seinem Zimmer im St.-Ludgerus-Haus. Für den Wohnbereich, in dem das Zimmer liegt, sei eine eigene Nachtwache eingerichtet worden. Nach Abstimmung mit dem Kreisgesundheitsamt sei eine Testung von Bewohnern und Mitarbeitern, die mit dem Betroffenen in Kontakt waren, vorgesehen. Die Reihentestung soll am Donnerstagmorgen erfolgen.

Auch die Besuchskontakte des Betroffenen werden über das Kreisgesundheitsamt zurückverfolgt. Dabei zeigt sich von Vorteil, dass das St.-Ludgerus-Haus seit geraumer Zeit, den gesetzlichen Vorgaben entsprechend – täglich umfangreiche Monitoringlisten für Personal und Besucher führt. Einrichtungsleiterin Roswitha Pache hat umgehend die Kontaktdatenlisten für mehrere Tage für das Personal, die Mitbewohner und Besucher erstellt und an den Kreis Borken weitergeleitet.

Kreis und Caritasverband verhängen Besuchsverbot

Das St.-Ludgerus-Haus ist als zusätzliche Schutzmaßnahme für zwei Tage für Besucher nicht zugänglich. Diese Maßnahme wurde in Abstimmung mit dem Kreis Borken getroffen. Die Regelung gilt erst einmal bis einschließlich Donnerstag, 12. November.

Einrichtungsleiterin Roswitha Pache und alle Mitarbeiter bitten für diese Maßnahme um Verständnis. „Wir tun alles, was in unseren Kräften steht, um die Bewohner und Mitarbeiter vor dem Coronavirus zu schützen.“ Wie sich dieser Fall von der Infektion einer Bewohnerin des Henricus-Stifts in Südlohn vor knapp einer Woche unterscheidet, war am Mittwochabend von Caritasverband oder Kreis Borken nicht zu erfahren. Dort war kein Besuchsverbot ausgesprochen worden.

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Redaktion Ahaus
Ursprünglich Münsteraner aber seit 2014 Wahl-Ahauser und hier zuhause. Ist gerne auch mal ungewöhnlich unterwegs und liebt den Blick hinter Kulissen oder normalerweise verschlossene Türen. Scheut keinen Konflikt, lässt sich aber mit guten Argumenten auch von einer anderen Meinung überzeugen.
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Stephan Rape

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