Ausbesserung der 100-Schlösser-Route in Heek ist angelaufen

dzRadtourismus

Der Radtourismus genießt in Heek einen hohen Stellenwert. Und die Dinkelgemeinde ist Teil der 100-Schlösser-Route. Darum werden jetzt zwei Abschnitte dieser Route im Gemeindegebiet ausgebessert.

Heek

, 22.10.2020, 17:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Sie macht Adel und Ritterromantik erlebbar und gilt als so etwas wie die Königin der Radrouten im Münsterland – die klangvolle 100-Schlösser-Route. Und Heek ist Teil der Westroute. Gerade mit Blick auf den Radtourismus in der Gemeinde ein Aushängeschild. Darum werden aktuell auch die zwei verbliebenen Schwachstellen auf der Radroute durch die Dinkelgemeinde ausgebessert.

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Zum einen werden jetzt gut 400 Meter des Herrenweges von der L573 bis zur Autobahnunterführung saniert. Bei Regen steht auf dem Weg viel Wasser. Wenig attraktiv für Radfahrer. „Die Arbeiten sind diese Woche angelaufen“, so Bauamtsleiter Herbert Gausling im Gespräch mit der Redaktion. Am kommenden Montag (26. Oktober) rückt dann die beauftragte Firma mit einer großen Fräse an.

20 Zentimeter neuer Auftrag

Die so genannte „wassergebundene Decke“ wird bearbeitet und soll dann einen rund 20 Zentimeter neuen Auftrag bekommen. Bei dem Belag handelt es sich um ein abgestuftes Mineralgemisch gebrochenen Natursteinmaterials, also Splitt und Schotter. Die 400 Meter werden somit nicht asphaltiert. Kostenpunkt für diese Maßnahme: Etwa 60.000 Euro.

Die Überquerung der L573 zwischen Heek und Nienborg ist durch die jüngste Sanierung für Radfahrer schon deutlich verbessert worden.

Die Überquerung der L573 zwischen Heek und Nienborg ist durch die jüngste Sanierung für Radfahrer schon deutlich verbessert worden. © Till Goerke

Parallel dazu wird auch ein Pflasterweg im Hagen saniert. „Das ist aber im Vergleich zu anderen nur eine kleine Maßnahme“, so der Bauamtsleiter. Beide Maßnahmen sollen zeitnah, idealerweise bis Mitte November abgeschlossen sein. „Das muss zügig erfolgen, da wir die Maßnahmen bis Ende des Jahres abrechnen müssen“, erklärt Herbert Gausling.

Ausbesserungen sind nicht ganz günstig

Dass die ganze Sache für die Gemeinde nicht ganz günstig ist, hatte Bürgermeister Franz-Josef Weilinghoff in der Ratssitzung Ende August bereits betont. Insgesamt stehen gut 71.000 Euro im Raum. Allerdings liegt ein Förderbescheid über 23.200 Euro vor.

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Und da eigentlich mit deutlich weniger Kosten kalkuliert worden war, stimmte der Rat im August einstimmig dafür, für diese Maßnahmen außerplanmäßig 43.000 Euro im Haushalt 2020 bereitzustellen. „Das Ganze hat schon eine höhere Bedeutung“, merkte der Bürgermeister dazu an. Schließlich will die Gemeinde auch in Zukunft Teil der 100-Schlösser-Route bleiben und dies mit guten Wegen für den Radverkehr.

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Gratis wurde derweil bereits die dritte „Schwachstelle“ ausgebessert – an der L573 zwischen den Ortsteilen im Zuge der Straßensanierung im Auftrag von Straßen-NRW. Denn dabei wurden auch die Radwege neu asphaltiert und Überquerungshilfen für die L573 in Form von Zuwegen geschaffen. Zuvor mussten Radfahrer noch einen Grünstreifen überqueren.

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