Aus eins mach zwei

Heek Keine Zeit zu verlieren haben die Mitarbeiter des Bauamts und des Amts für Gebühren und Abgaben. Der Grund: Bereits zum 1. Januar 2009 soll die getrennte Abwassergebühr kommen.

02.07.2008, 17:31 Uhr / Lesedauer: 1 min

<p>Jede Menge Luftbilder müssen ausgewertet werden (v. l.): Thorsten Meyer vom Bauamt, Bürgermeister Dr. Kai Zwicker und Uwe Wigger, Amt für Gebühren und Abgaben. Herbers</p>

<p>Jede Menge Luftbilder müssen ausgewertet werden (v. l.): Thorsten Meyer vom Bauamt, Bürgermeister Dr. Kai Zwicker und Uwe Wigger, Amt für Gebühren und Abgaben. Herbers</p>

Bislang wurde die Entsorgung von Schmutz- und Niederschlagswasser in einer gemeinsamen Gebühr - der Abwassergebühr - abgerechnet. Deren Höhe richtete sich allein nach der Menge des bezogenen Frischwassers. Eine neue Gebühr wird es auch in Zukunft nicht geben, sondern die bisher erhobene aufgeschlüsselt. Dafür müssen die Grundstücksflächen erfasst werden, von denen das Regenwasser ins öffentliche Kanalnetz fließt.

Menge Arbeit

Und das bedeutet jede Menge Arbeit: "Wir sind gerade bei der Datenaufbereitung, dann folgt die Auswertung der Luftbilder, die uns bereits aus dem vergangenen Jahr vorliegen. Im Herbst verschicken wir die Fragebögen und Auswertungen an die Grundstückseigentümer", erklärt Thorsten Meyer, Mitarbeiter des Bauamts. Für dieses qualifizierte Selbstauskunftverfahren haben sich jüngst die Mitglieder des Betriebsausschusses der Gemeinde ausgesprochen. "Ein transparentes Verfahren für die Bürger", meint Meyer. Denn diese könnten die vorgegebenen Daten überprüfen und gegebenenfalls innerhalb einer Frist Einwände vorbringen. Anschließend müssen Kosten und Gebühren pro Quadratmeter berechnet werden.

Die Verwaltung habe zunächst eine andere Vorgehensweise in Betracht gezogen, die billiger dafür aber für den Bürger schwieriger zu handhaben gewesen sei, da sie die versiegelten Grundstücksflächen selber hätten erfassen müssen. "Unsere Tests haben gezeigt, dass dabei arge Berechnungsprobleme und Verständigungsschwierigkeiten auftauchen können", so Meyer. Hilfestellung, ohne jemanden zu bevormunden, sei hingegen das Ziel des jetzt gewählten Verfahrens. "Wir sind guter Dinge, dass wir mit dieser Vorgehensweise erfolgreich sind."

Ob die Heeker nach der ersten Flächenerfassung in ihrer Gemeinde letztlich mehr Geld im Portemonnaie behalten oder gar draufzahlen müssen, könne pauschal nicht prognostiziert werden: Wer viele versiegelte Flächen vorzuweisen habe, müsse mit höheren, wer über wenige verfüge, mit geringeren Gebühren rechnen.

Allerdings seien 20 bis 40 Prozent insgesamt mehr erfasste Flächen gleichzusetzen mit einer 20 bis 40 Prozent geringeren Gebühr je Quadratmeter, so die Erfahrungen der Kommunal- und Abwasserberatung. Meyer: "Das ist auf jeden Fall die gerechteste Lösung." kh

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