Stellten das Dinkelbuch vor: Friedel Wielers (Kreis Borken), Landrat Dr. Kai Zwicker, Jessica Mach (Kreis Borken), Autorin Doris Röckinghausen und Dorothee Brüggemann (Eigentümerin der Wassermühle Nienborg (v.l.)). Foto: Rupert Joemann. © Rupert Joemann
Viele Fotos

Auf 144 Seiten: Die ganze Schönheit der Dinkel in einem Buch

Doris Röckinghausen hatte ein Ziel: Mit einem Buch wollte die Autorin die gesamte Schönheit der Dinkel bündeln. Mit vielen reizvollen Naturaufnahmen ist dies gelungen. Aber nicht nur das.

Auf die Schönheit der Dinkel aufmerksam zu machen, das wollte Doris Röckinghausen mit dem Buch „Dinkel: Die mit den Grenzen spielt – Het spelen met de grenzen“ machen. Wer einen Blick in das 144 Seiten umfassende Buch wirft, kommt zu dem Schluss: Das Ziel ist erreicht.

Viele faszinierende Bilder, vor allem reizvolle Naturaufnahmen, ziehen den Leser in den Bann. Da kommt Lust auf, die eigens für das Buch erstellte 110 Kilometer lange GPS-Radroute von der Mündung in Holtwick bis zum Zusammenfluss mit der Vechte in Neuenhaus abzufahren. Das Buch ist extra in einen weichen Einband gefasst, um die Mitnahme zu erleichtern. Über einen QR-Code werden die Nutzer auf einen digitalen Routenplaner geführt, über den die Dinkelradroute genau abgefahren werden kann.

39 Stationen, 39 Höhepunkte

In dem Buch, das als grenzüberschreitendes Interreg-Projekt „Living Vecht-Dinkel“ vom Kreis Borken, der Waterschap Vechtstromen und dem Landkreis Grafschaft Bentheim unterstützt wurde, werden 39 Stationen, 39 Höhepunkte, entlang der Dinkel vorgestellt.

Dazu kommen noch persönliche Geschichten von Menschen, die ihre Erlebnisse schildern. „Wir haben circa 60 Zuschriften erhalten“, freut sich Doris Röckinghausen über das Interesse aus der Bevölkerung. „Ich habe als Kind in der Dinkel gepaddelt“, erzählte Landrat Dr. Kai Zwicker, gebürtig aus Gronau und heute wohnhaft in Heek, während der Buchpräsentation in der Nienborger Wassermühle. So hätten viele Menschen ihre ganz persönlichen Erinnerungen an den Fluss.

Flusslandschaft entdecken

Das Buch will dazu einladen, die Flusslandschaft der Dinkel mit ihren vielen Facetten zu entdecken. Außerdem soll „die Identität der Bürger gestärkt werden“, so Friedel Wielers vom Fachbereich Natur und Umwelt des Kreises Borken.

Zudem will das Interreg-Projekt die Barrierewirkung der Grenze im Einzugsgebiet der grenzüberschreitenden Dinkel und Vechte reduzieren.

Landrat Zwicker hob das „Trennende, aber auch Verbindende“ der Dinkel hervor „Lange war die Dinkel ja Grenzverlauf, auch zwischen den Bistümern“, sagt Doris Röckinghausen. Heute verläuft sie durch drei Länder (NRW, Niederlande, Niedersachsen). Deshalb habe es auch so viele Burgen in der Region gegeben.

Mittlerweile kümmern sich niederländische und deutsche Institutionen gemeinsam um die ökologische Entwicklung des Flusses.

Enge Zusammenarbeit seit dem Hochwasser 2010

Die Zusammenarbeit sei seit dem Hochwasser 2010 enger geworden, so Kai Zwicker. Die grenzüberschreitende Zusammenarbeit sei „sinnbildlich in dem Buch dargelegt“, so der Landrat des Kreises Borken. Zwicker hob auch die Bedeutung der Dinkel für die Wirtschaft in der Region hervor. „Die Textilindustrie wäre ohne die Dinkel nicht denkbar gewesen“, gab der Landrat ein Beispiel.

An dem kostenlosen Buch interessierte Bürgerinnen und Bürger können Anfragen per E-Mail stellen: info-umwelt@kreis-borken.de. Das Buch ist in einer Auflage von 2000 Stück erschienen.

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