Anfang vom Ende: Abriss-Vorbereitungen für den Spänebunker an der B70 laufen auf Hochtouren

dzWirtschaft in Heek

Noch steht der Spänebunker auf der Ex-Hülsta-Fläche an der B70. Doch das dazugehörige Gebäude wird derzeit sukzessive zerlegt. Nicht mehr lange und auch der Bunker selbst ist Geschichte.

Heek

, 02.09.2019, 17:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Es staubt, es knirscht und es scheppert. Immer wieder steuert Maschinist Ralf Lütke-Wenning von der Firma Lukassen die Greifvorrichtung seines Abriss-Baggers in den großen Haufen Metallschrott. Es sind die gut zehn Tonnen schwere Reste der Heizungsanlage, die im einstigen Nebengebäude des Spänebunkers stand.

Die Frontseite dieses Gebäudes ist bereits am Freitag (30. August) dem Erdboden gleich gemacht worden. Ein großer Haufen aus roten und grauen Steinen sowie einigen Holzplanken erinnert an das einst rot verklinkerte Gebäude. Vor dem Spänebunker selbst steht ein großer Container, der fast komplett mit Staub und Spänen gefüllt ist.

Ein Abriss des Bunkers in dieser Woche scheint wahrscheinlich

„Auf diesem Wege transportieren wir erst den Inhalt ab, ehe der Bunker selbst abgerissen wird“, erklärt Ralf Lütke-Wenning. Zwei Container-Ladungen, so schätzt er, dürfte der Inhalt des Bunkers umfassen. Doch wann genau fällt der Bunker? „Schwierig zu prognostizieren“, so Lütke-Wenning.

Anfang vom Ende: Abriss-Vorbereitungen für den Spänebunker an der B70 laufen auf Hochtouren

Etwa zwei Stunden dauere das Zerlegen der ehemaligen Heizungsanlage, schätzt Maschinist Ralf Lütke-Wenning. Links sieht man den Container vor dem aufgerissenen Spänebunker. © Till Goerke

Denn zunächst müsse der Metallschrott der Heizungsanlage sowie das Baumaterial und Grünzeug (Wurzeln) abtransportiert werden. Dass der Abriss aber noch diese Woche erfolgt, liegt mit Blick auf das zügige Arbeitstempo der Facharbeiter nahe. „Die Heizung werde ich in etwa zwei Stunden zerlegt haben“, sagt Lütke-Wenning.

Die Gemeinde findet keinen Investor für den Bunker-Erhalt

Dass der Bunker und das dazugehörige Gebäude überhaupt fallen muss, liegt an einem fehlenden Investor. Die Gemeinde Heek fand schlicht niemanden, der Geld in den Erhalt des Bunkers stecken wollte. Auf etwa 900.000 Euro sollen sich Kosten für die Abrissarbeiten auf dem gesamten Gelände belaufen.

Anfang vom Ende: Abriss-Vorbereitungen für den Spänebunker an der B70 laufen auf Hochtouren

Der Schrotthaufen soll zügig abtransportiert werden, damit die Erschließung des Areals zügig voranscheiten kann. © Till Goerke

Bis alle Abriss- und Abtransportarbeiten abgeschlossen sein werden, dauert es übrigens noch einige Wochen. Ursprünglich war dafür Ende August anvisiert worden. „Etwa sechs Wochen wird das Ganze jetzt noch dauern“, sagt Sabine Nöldemann von der Gemeindeverwaltung auf Nachfrage.

„Das Bruchmaterial wird nicht weggeworfen, sondern im Straßenbau wiederverwendet.“
Sabine Nöldemann

Abrissarbeiten dauern noch

Das sei aber nicht so tragisch, da parallel bereits die Erschließungsarbeiten des Areals laufen könnten. Und: „Das Bruchmaterial wird nicht weggeworfen, sondern im Straßenbau wiederverwendet“, so Nöldemann. Das Material sei schon beprobt und für geeignet befunden worden.

Doch für die Wiederverwendung muss das Material mit Maschinen und von Hand sortiert werden. Auch damit sind am Montagmorgen (2. September) zwei Mitarbeiter der Abbruchfirma beschäftigt. „Viel, viel Arbeit, die aber sehr wichtig ist“, sagt einer der Arbeiter.

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