Meinung

Zugverbindung nach Bochum: Ein wichtiger Schritt zur Verkehrswende

Dass es keine direkten Verbindungen aus Haltern in die Metropolen Dortmund und Bochum gibt, ärgert Pendler seit Jahrzehnten. Die geplante Linie nach Bochum ist ein guter Start. Ein Kommentar.
Der Hauptbahnhof in Bochum soll von Haltern aus künftig direkt erreicht werden können. © picture alliance/dpa

Studierende und Berufspendler können ein Lied davon singen: Wollen sie nach Dortmund oder Bochum mit dem Zug, müssen sie in Recklinghausen oder in Wanne-Eickel umsteigen. Das kostet Zeit und oft auch Nerven, wenn die Anschlüsse nicht erreicht werden. Viele Pendler weichen deshalb auf das Auto aus. Für sie sind die Pläne des VRR, ab Ende 2022 eine Direktverbindung in die Universitätsstadt Bochum anzubieten, eine gute Nachricht.

Der Ausbau der Verbindungen im Ballungsraum Ruhrgebiet ist bitter nötig. Immer wieder wurden statt weiterer Linien Strecken stillgelegt, Bahnhöfe und Haltestellen aus dem Fahrplannetz gestrichen. So bekommt man keine Reisenden und Berufstätigen vom Auto auf die Schiene.

Vor mehr als dreißig Jahren hat man bereits die Chance verpasst, mit dem Ausbau der U35 bis Recklinghausen Hbf von dort eine direkte Verbindung nach Bochum zu schaffen. Die Kaufleute hatten damals Sorge, dass durch die U-Bahn die Kaufkraft aus Recklinghausen nach Bochum abfließen könnte, hieß es damals. Der Klimawandel war auch 1989 schon in Sichtweite.

Die neue Linie nach Bochum ist ein Anfang. Darauf darf sich der VRR nicht ausruhen. Nur ein gut aufgestellter ÖPNV ist Motor für die Verkehrswende, weg vom Auto, hin zur Schiene und zum Rad. Als nächstes bitte ein Direktzug nach Dortmund. Und bitte nicht wieder irgendwo anders kürzen.

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