Zauneidechsen lösen Bagger-Einsatz am Halterner Bahnhof aus

Umbau erst 2019

Die Reptilien sorgen für eine erneute Verzögerung des Baubeginns am Bahnhof. Derzeit wird alles getan, um eine Rückkehr der Tiere zu verhindern.

Haltern

09.09.2018, 15:47 Uhr / Lesedauer: 1 min
Alte Fundamente werden in diesen Tagen hinter dem Bahnhof am Ikenkamp beseitigt.

Alte Fundamente werden in diesen Tagen hinter dem Bahnhof am Ikenkamp beseitigt. © Ingrid Wielens

Die Deutsche Bahn hält an ihrem Zeitplan in Sachen Bahnhofsumbau fest – auch, wenn eine Maßnahme den eigentlichen Baubeginn erneut verzögert. Die gesetzlich streng geschützte Zauneidechse ist Grund für die derzeit laufenden Arbeiten an der Straße Am Ikenkamp. Wie berichtet, soll dort ein Park&Ride-Parkplatz mit gut 380 Stellplätzen entstehen.

Nachdem bereits im Februar dieses Jahres mit der „Baufeld-Freimachung“ begonnen worden war, sind die Bagger vergangene Woche erneut angerollt. „Aktuell werden am Bahnhof in Haltern alte Gebäude und Fundamente beseitigt“ , erklärte ein Sprecher auf Anfrage den Grund der Tiefbauarbeiten. Die Entfernung der Fundamente sei notwendig, „damit die geschützten Eidechsen im Winter keinen Unterschlupf mehr in unseren Anlagen finden und dann erneut einwandern“, hieß es weiter. Außerdem werde ein Bauzaun mit Reptilienschutz installiert.

Natürlicher Lebensraum der Eidechsen

Bahndämme und Gleisanlagen gehören zum natürlichen Lebensraum der Zauneidechsen. Niels Ribbrock, wissenschaftlicher Mitarbeiter der Biologischen Station des Kreises Recklinghausen, hatte bereits zu einem früheren Zeitpunkt erklärt, dass eine Rückkehr der Tiere in die Baustelle nur mit Hilfe eines Reptilienzauns verhindern werden könnte.

Nach Auskunft des Bahn-Sprechers soll die eigentliche Baumaßnahme Ende 2018/Anfang 2019 beginnen. Dann soll parallel zum Park&Ride-Parkplatz eine Unterführung entstehen, die das Gelände mit den Bahnsteigen verbindet. Für Mitte 2020 ist die Fertigstellung geplant.

Erst danach beginnt der barrierefreie Ausbau des Bahnhofs.

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