„Wir sagen Danke“: Unsere Aktion für die Heldinnen und Helden in Haltern in der Coronakrise

„Wir sagen Danke“

Sie arbeiten, während alle anderen zuhause bleiben - und sind für uns die Halterner Heldinnen und Helden der Krise. Wir haben fünf von ihnen fotografiert und laden Sie ein, ebenfalls „Danke“ zu sagen.

Haltern

24.03.2020, 13:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Werner Schulte, Leiter der Halterner Rettungswache

Schon in normalen Zeiten bilden die hauptamtliche Feuer- und Rettungswache und die freiwilligen Feuerwehren aus Haltern am See eine eingeschworene Truppe, jetzt - in der Krise - ganz besonders. 200 Einsatzkräfte stehen bereit, um für den Bürger da zu sein, ihm bei Unfällen, Bränden oder anderen Notsituationen genauso zu helfen wie jetzt während der Corona-Pandemie. „Wir bitten die Halterner in der Umkehr, mitzuhelfen, dass wir diese Krise überstehen. Dazu gehört, das Haus möglichst nicht zu verlassen. Allen Einsatzkräften danke ich, dass sie selbst in schweren Zeiten zu ihrem Haupt- und Ehrenamt stehen“, so Werner Schulte. © Elisabeth Schrief

Unsere Städte und Gemeinden laufen auf Notbetrieb. Wer vernünftig ist, bleibt zu Hause. Doch nicht alle können zu Hause bleiben, denn wir müssen weiter einkaufen, zum Arzt gehen, Medikamente besorgen oder tanken. Die Heldinnen und Helden der Corona-Pandemie sind Menschen, die vor Ort das Leben weiter möglich machen.

Jene Männer und Frauen, die in Krankenhäusern, Apotheken oder an den Supermarkt-Kassen arbeiten, damit unsere Grundversorgung gesichert ist. Homeoffice geht hier nicht. Für diese Menschen ist harte Arbeit mit Kunden-Kontakt im Dienste der Gemeinschaft der beschwerliche Alltag. Dafür wollen wir herzlich DANKE! sagen. Wir haben für Sie stellvertretend für viele Heldinnen und Helden der Krise fünf Menschen fotografiert, bei denen wir uns bedanken möchten.

Anne Westphal Hirsch-Apotheke

Anne Westphal, 35 Jahre alt, arbeitet in der Hirsch-Apotheke an der Merschstraße in Haltern. Sie und ihre Kollegen haben festgestellt, dass der Beratungsbedarf der Kunden gestiegen ist. Vielfach müsse man auch falsche Informationen, die überall grassierten, wieder richtigstellen. Eine Verunsicherung der Kunden sei schon zu spüren. Wenn man sich an bestimmte Verhaltensregeln halte, sei das Risiko sich anzustecken, nicht so groß, finden die Mitarbeiter. Sie sind unter anderem durch große Plexiglasscheiben vor direktem Kontakt und der Gefahr einer Tröpfcheninfektion geschützt © Jürgen Wolter

Gabriele Schmidt, TC Tankstelle

Gabriele Schmidt hält in der TC Tankstelle am Nordwall in Haltern die Stellung und bedient die Kunden 40 Stunden pro Woche in Vollzeit. Sie hat ständigen Kundenkontakt, verkauft außer dem Abrechnen der Tankvorgänge unter anderem Zeitschriften, Rauchwaren sowie Getränke und Süßigkeiten. Ihr ist bewusst, dass sie zur Risikogruppe bei einer Coronaerkrankung gehört. „Wenn wir uns alle an die Regeln halten und vorsichtig sind, sollte der Betrieb aber weiterhin funktionieren“, hofft sie. Die meisten Kunden halten inzwischen einen Sicherheitsabstand ein. Sie wird außerdem durch eine Plexiglasscheibe geschützt. © Jürgen Wolter

Andreas und Josef Bösing vom Frischmarkt Bösing

Mindestens 14 Stunden täglich arbeiten Andreas (29) und Josef Bösing (63) in ihrem Frischmarkt Bösing an der Dorstener Straße, um die Versorgung ihrer Kunden aus Lippramsdorf und darüber hinaus mit Lebensmitteln zu sichern. Dieses Pensum sei nur dank des engagierten und verlässlichen Mitarbeiter-Teams zu bewältigen, sagen Vater und Sohn. Danke sagen sie auch den verständnisvollen Kunden, wenn Regale nicht nachgefüllt werden können (zum Beispiel mit Toilettenpapier und Mehl). Was den beiden fehlt? Die persönlichen Gespräche mit den Kunden, die zum Schutz vor dem Coronavirus leider jetzt ausbleiben müssen. © Elisabeth Schrief

Stefanie Zerr, Berthold’s - Der Naturbäcker

Stefanie Zerr (28) arbeitet bei Berthold’s - Der Naturbäcker an der Rekumer Straße. Merkwürdig ruhig und ein wenig unheimlich kommt ihr die derzeitige Situation vor, zumal der Cafébereich in der Bäckerei geschlossen ist. „So ruhig war es hier noch nie“, sagt sie. Das Team der Brinkert Bäckereien, zu denen auch die Filiale in der Innenstadt gehört, ist auf zwei Schichten aufgeteilt, damit im Falle einer möglichen Erkrankung das zweite Team die Versorgung weiterhin sicherstellen kann. Inzwischen wurden die Öffnungszeiten der Bäckerei eingeschränkt. In der Innenstadt bleibt das Geschäft bis 15 Uhr offen. © Jürgen Wolter

Wenn Sie sich auch bedanken möchten, können Sie das auf unserer Webseite tun. Oder Sie schreiben uns eine E-Mail mit dem Betreff „Danke“.
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